U21-EM: Erstmals seit 2014 keine Medaille

Zwei fünfte Plätze waren die Ausbeute für Österreich bei der Unter-21-EM in Porec (CRO). Damit blieb der ÖJV bei der Nachwuchs-EM erstmals seit 2014 ohne Medaille. Die Wienerin Jacqueline Springer (bis 48 kg/Vienna Samurai) und Anna-Lena Schuchter (bis 70 kg/LZ Vorarlberg) schrammten als Fünfte jeweils knapp am Podest vorbei. Am letzten EM-Tag musste auch der Wiener Aslan Papoyan (bis 90 kg/Volksbank Galaxy Tigers) in der Klasse bis 90 Kilo früh die Segel streichen. Russland war mit vier Titeln (alle bei den Männern) erfolgreichste Nation vor Frankreich (3) und Serbien (2).

Für Papoyan kam in der Klasse bis 90 Kilo in der ersten Runde das Aus. Der Staatsmeister des Vorjahres musste sich dem Bulgaren Stanislav Stefanov mit Haltegriff beugen. Bis dahin war Aslan leider chancenlos. „Der Bulgare wäre schlagbar gewesen. Aslan konnte seine gewohnte Leistung nicht abrufen“, meinte Herren-Coach Bela Riesz. Damit und mit dem Ausscheiden der anderen am Freitag blieb Österreich ohne Medaille – seit 2015 hatte es bei jeder EM zumindest eine gegeben, insgesamt einmal Gold, zweimal Silber (darunter 2017 für Stephan Hegyi) und dreimal Bronze (für die Wiener Christopher Wagner 2017 und Mathias Czizsek 2019). „Wir haben das Ziel Medaille nicht erreicht, dennoch können wir mit dem Auftreten unseres Teams zufrieden sein“, bilanzierte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser. Nun hofft man auf eine Medaille bei der Unter-23-EM, die Montag und Dienstag ebenfalls in Porec über die Matte geht. Neben Springer und Papoyan werden aus Wiener Sicht auch Laura Kallinger (bis 63 kg/Judoring) und Mathias Czizsek (Galaxy/bis 73 kg) dabei sein.

Am letzten EM-Tag gab es kein Gold mehr für die Russen, die zuvor vier Titel gewonnen hatten. Dafür stiegen zwei Judoka aus Frankreich aufs oberste Podest. In der Medaillenwertung siegte Russland (4/1/4) vor Frankreich (3/1/3) und Serbien (2/0/1). Je einen Titel holten Judoka aus Georgien, Ungarn, Slowenien, Polen und Tschechien. In der Nationenwertung, in der auch 5. und 7. Plätze gewertet werden, scheint Österreich mit den beiden fünften Plätzen auf Rang 22 unter 37 Nationen auf.

Alle Ergebnisse aus Porec findet ihr hier.

Foto oben: Nach vier russischen Klassensiegen gab es am Freitag den ersten für Frankreichs Männer durch Francis DAMIEN (in weiß, hier gegen den späteren Fünften Bekauri/GEO). - @EJU/gabijuan

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