Der Vorstand des Judo-Landesverbandes Wien wurde bei der Generalversammlung am 1. Februar 2019 gewählt und hat nach den Statuten eine Amtszeit von vier Jahren. Er setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Heribert Moser
Heribert Moser Schriftführer
Andrea Bachofner
Andrea Bachofner Schriftführerin Stv.
Josef Langer
Josef Langer Pressereferent
Mag. (FH) Corina Korner
Mag. (FH) Corina Korner Pressereferentin Stv.
Mag. Wolfgang Vinatzer
Mag. Wolfgang Vinatzer Rechtsreferent
Johann Sattler
Johann Sattler Beisitzer
Paul Perchtold
Paul Perchtold Sportdirektor Stv.
Erwin Schön
Erwin Schön Sportdirektor
Ryszard Garncarz
Ryszard Garncarz Beisitzer

Kontrolle

Bei der Generalsversammlung am 1. Februar 2019 wurden folgende Personen in die Kontrolle gewählt:

Harald Högner
Harald Högner Kontrolle
DI. Karin Moser-Thier
DI. Karin Moser-Thier Kontrolle
Mag. Walter Sottolarz
Mag. Walter Sottolarz Kontrolle

Am 5. November 1958 erfolgte die Anmeldung der Statuten des “Judo-Landesverbandes für Wien und Niederösterreich“. Damit begann die nun 60-jährige eigenständige Entwicklung des Judo-Sports in der Bundeshauptstadt.

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg beschränkten sich die meisten Aktivitäte betreffend Judo auf Wien. Hier sind vor allem die Pioniere Hans Köck, Henry Baur (oft auch als Karl oder E. Bauer bezeichnet), Franz Sager (besser bekannt unter seinem Künstlernamen Willy Curly), Ing. Ottokar Klimek (der erste Dan-Träger Österreichs überhaupt), Prosper Buchelle Sen., Heinz Kowalski, Josef Diwischek, Prof. Franz Rautek (bekannt durch seinen Griffe in der Ersten Hilfe), Josef Kühr Sen., Leopold Wunsch, Edmund und Kurt Gabrie, Prof. Franz Nimführ, Josef Ebetshuber und vielen anderen mehr zu nennen, welche die Männer der ersten Stunde waren und die Judo und Jiu-jitsu mit viel Intusiasmus, Engagement und Idealismus ausübten. Außerhalb Wiens ist zu dieser frühen Zeit nur in Tirol durch Prof. Ludwig Sinn (ebenfalls ein gebürtigen Wiener) eine Schule bekannt.

Nach dem Zweiten Krieg änderte sich das Bild. Nach der Gründung des Österreichischen Amatuer Judo Verbandes (ÖAJV) im Jahre 1947 (Arbeitsaufnahme 1948) dessen Proponente wiederum hauptsächlich Wiener Judoka waren (Josef Kühr Sen., Prosper Buchelle Sen. und Franz Nimführ), war jedoch Wien nicht das erste Bundesland, welche einen eigenen Landesverband gründete. Nach Oberösterreich (1955) und der Steiermark (1957) war Wien das dritte Bundesland mit einem eigenen Fachverband für Judo.

Die konstituierende Hauptversammlung des Verbandes wurde am 17. Jänner 1959 abgehalten. Zum ersten Präsidenten wurde der auch als Proponent fungierende Ivan Welter gewählt. Bis heute hatten folgende Personen diese Funktion inne:

Ivan Welter(1959 – 1960)
Kurt Kucera(1960 – 1963)
Josef Herzog(1963 – 1964)
Johann Hagmann(1964 – 1969)
Franz Neubauer(1969 – 1976)
Josef Herzog(1976 – 1995)
Ernst Graft(1995 – 2004)
Ing. Heinz Huber(2004 – 2005)
Peter Seisenbacher(2005 – 2010)
Ernst Raser(2011 – heute)

Bei der Hauptversammlung wurde vermerkt, dass von 20 eingeladenen Vereinen 14 anwesend waren. Burgenland war dem Landsverband zu diesem Zeitpunkt noch nicht angeschlossen. Die Angliederung des jüngsten Bundeslandes muss aller Wahrscheinlichkeit nach 1960 erfolgt sein. Jedenfalls stammt die früheste Bezeichnung “Judo-Landesverband für Wien, Niederösterreich und Burgenland” von der konstituierenden Vorstandssitzung am 20. Dezember 1962. Dass das Burgenland zu einem späteren Zeitpunkt dem Verband begetreten ist, belegt auch die Aufzeichnung von der am 6. und 7. Juni 1959 durchgeführten Meisterschaft von Wien und Niederösterreich in der Turnhalle Wien 4., Schleifmühlgasse. Auch hier wird das Burgenland noch nicht in der Ausschreibung genannt.

Im Programmheft für die Europamesiterschaften 1959, welche in Wien ausgetragen wurde, waren folgende 15 Vereine, welche dem Verband angeschlossen waren, aufgezählt:

  • Akademischer Sportklub
  • JC Kinju
  • JC Nippon
  • JC Schwar-Weiß-Westbahn
  • JC Union Döbling
  • JC WAT-Leopoldstadt
  • JC WAT-Margareten
  • JC WAT-Stadlau
  • JC Wien (nicht zu verwechseln mit dem späteren JC Wien, dem späteren Budoclub Wien)
  • JC Wiener Berufsschulen
  • JC Wiener Verkehrsbetriebe
  • JC Yama-To
  • JC Zollwachebeamte
  • Polizeisportvereinigung Wien
  • Postsportvereinigung Wien

Im Jahre 1963 wurde zudem die Union Katholische Schulen (heute bekannt als Albertus Magnus Schule) und die Sportvereinigung Hakoah als weitere Vereine aufgenommen.

Schließlich kommt es am 4. Juli 1969 zur Gründung des Dan-Kollegiums für Wien, Niederösterreich und Burgenland. In Ermangelung einer eigenen Geschäftsordnung wurde in Anlehnung an jene des ÖDK der Vorstand, jedoch ohne den Funktionen des Vorsitzenden (heute Technische Direktor), des Technischen Ausschusses und des Schriftführers, gewählt. Von 140 Dan-Trägern des Landesverbandes waren lediglich 19 anwesend und nur 17 haben sich für ihr Fehlen entschuldigt.

November 5, 1958

Gründung

Offizielle Gründung des Verbandes – damals
“Judo Landesverband für Wien und Niederösterreich”

November 5, 1958
Dezember 20, 1962

Ein weiteres Bundesland

Burgenland schloss sich dem Verband an, der sich nun “Judo Landesverband für Wien, Niederösterreich und Burgenland” nennt.

Dezember 20, 1962
Juli 4, 1969

Dan-Kollegium

Die erste Sitzung des Dan-Kollegiums für Wien, Niederösterreich und Burgenland findet statt.

Juli 4, 1969
März 21, 1970

Niederösterreich verlässt den Bund

Ab 1970 schied Niederösterreich aus dem bisherigen Verband aus und gründete einen eingen Landesverband. Wien und Burgenland blieben noch fusioniert.

März 21, 1970
Mai 13, 1972

1. Meisterschaft für Frauen und Schüler

Im Athletic-Center findet die 1. Judo-Damen- und Schülermeisterschaft statt.

Mai 13, 1972
November 26, 1976

Auch Burgenland macht sich selbständig

Seit 1977 hat auch Burgenland einen eigenen Landesverband. Der Judo Landesverband Wien vertritt nun allein die Wiener Vereine.

November 26, 1976

Heute weist der Judo-Landesverband Wien folgende Zahlen auf:

8121

gemeldete Mitglieder

36

gemeldete Vereine

2701

absolvierte Prüfungen

Statistikstand: 31. Dezember 2019 (vor CORONA)