Gedenken an Edith

Wenn am Sonntag 252 junge Judoka (U 10 bis U 16) in der Kurt Kucera-Halle in Wien-Favoriten auf die Matte steigen, dann tun sie es beim „Edith Felsinger-Turnier“ – im Gedenken an die Vorreiterin des Frauen-Judo in Österreich. Edith Felsinger, die „Grande Dame aus der Leopoldstadt“, Österreichs erste Dan-TrägerIN, eine echte Pionierin des Judosports, leider viel zu früh verstorben. Aber mit diesem Turnier gedenken wir alle Jahre wieder unserer lieben Edith …

Nicht zuletzt deshalb, weil Edith Felsinger bei WAT Leopoldstadt Frauenjudo salonfähig gemacht hat, stellen die Vienna Samurais mit 115 Judoka mehr als die Hälfte aller Teilnehmer an diesem Gedenkturnier. Je 26 Judoka kommen von Dinamo Union Wien und Judoclub NG sowie 22 von Yawara-michi. Fünf Judoka aus Niederösterreich, einer aus der Steiermark sowie ein Ukrainer – Daniel Senyshyn vom JC Lion – sind Sonntag auch dabei. Mit der Unter 10 geht es um 10 Uhr los, danach (ab 11.30) sind die Unter 14-Jährigen dran, ab 13 Uhr folgt die Unter 12 und nach 14.30 Uhr starten die Unter 16-Jährigen.

Hier noch mehr Informationen zum Leben und Wirken von Edith Felsinger für den Judosport:

Auszug aus der Homepage von viennasamurai.at

Zu dieser Zeit stieß auch Edith Felsinger zur Leopoldstädter Judo-Gruppe. 1958 schaffte sie es als erste Frau Österreichs den Dan-Grad zu erlangen. 1963 schlossen sich die Wiener Damen zusammen und trainierten mit Edith Felsinger im 1. Österreichischen Damen Judoclub in der Pazmanitengasse.

Edith Felsinger unterrichtete nun speziell für Damen und organisierte Trainingslager und Wettkämpfe. Es gelang ihr erstmals einen Japaner, Mahito Ohgo, als Trainer nach Wien zu holen. 1963 wurde die erste Damen-Landesmeisterschaft ausgetragen. Es war eine Kombination aus Kata und Randori Shiai.

Vorgabe war es „schön und ästhetisch“ zu kämpfen. Edith Felsinger erreichte mit Partnerin Maxi Müller den 1. Platz. 1965 organisierte der WAT Leopoldstadt das 1. Damenjudo Turnier in Österreich im Haus der Begegnung am Praterstern. Es siegte das Wiener Team vor Steyr und Salzburg. Edith Felsinger war damit eine der Wegbereiterinnen für den so erfolgreichen Damensport in Österreich. Leider was es ihr nicht mehr vergönnt unsere Junioren-Europameisterin und Olympiastarterin Hilde Drexler zu erleben.

Foto: Im Gedenken an Edith FELSINGER (ganz links) – @Archiv www.viennasamurai.at

Ähnliche Beiträge

  • Kein Wunder erwarten

    Mit sieben Judoka ist Österreich bei der am Donnerstag beginnenden Kadetten-EM der Unter-18-Jährigen in Skopje vertreten. Leider ist unter ihnen kein Wiener dabei. Auch von denen, die sich für diese EM in der nordmazedonischen Hauptstadt qualifiziert haben, darf man wohl keine Wunder erwarten – sie sind in der IJF-Rangliste dieser Altersklasse nur auf den Plätzen…

  • Shamil´s „Sore Made“

    Er gewann Olympia-Bronze 2021 in Tokio, war WM- und EM-Dritter, aber jetzt sagt er zum Abschied „Sore Made“ – Shamil Borchashvili, 30 Jahre jung, beendet seine Judo-Karriere. Der Welser gab seine Entscheidung bei einer ÖJV-Pressekonferenz am Mittwoch im Linzer Olympiazentrum bekannt, in dem Shamil viele Trainingsstunden verbrachte. Bei der PK wurde auch verraten, wann Michaela…

  • Training, Show, Turniere

    Nach dem Neujahrs-Lehrgang in Linz und vor allem dem traditionellen und von 22 Olympiasiegern besuchtem grandiosen OTC (Olympisches Trainings Camp) in Mittersill geht es nächste Woche in die ersten Wettkämpfe des neuen Jahres. Nach Training und einer Foto-Show in den Bergen (@EJU/Gabi Juan) gibt es am nächsten Wochenende Judo gleich an drei Schauplätzen – in…

  • Stadlau: Neue Vereinsleitung

    Beim Wiener ASKÖ-Team WAT Stadlau gibt es Änderungen in der Vereinsleitung. Philip Weber, langjähriger Judoka der Stadlauer, übernimmt den Gesamtverein, die Judosektion werden in Zukunft Benedikt Safer und Lisa Aberger führen. Man wolle den Breiten- und Leistungssport weiterentwickeln und für die Judoka optimale Trainingsbedingungen schaffen, hat sich das „Power-Duo“ vorgenommen. Der bisherige Stadlau-Chef Alexander Dick,…

  • Sayonara – Teil 10

    Wow, das ist er also, der ehrwürdige Budokan. Viele Besucher haben diese tempelähnliche Halle heute zum ersten Mal gesehen. Hier finden bis zum 1. September die 38. Judo-Weltmeisterschaften statt. Mit einem ersten Höhepunkt, vielleicht, am Montag – dem Sister-Act der Abe´s, wie schon 2018 in Baku. DER EHRWÜRDIGE BUDOKAN – Groß und mächtig, schicksalsträchtig –…

  • Endlich wieder Kids auf der Matte

    Beim vom Judo-Landesverband Wien organisierten Randori-Turnier im BSFZ Südstadt gab es am Samstag endlich wieder einen Judo-Wettkampf für Kinder. 48 Kids (Jahrgänge 2008 bis 2012) tummelten sich auf der Matte, jede(r) hatte sechs Kämpfe und bekam nachher ein Diplom. „Es hat allen viel Spaß gemacht und war ein Zeichen der Rückkehr zur Normalität“, meinte Wiens…