Japan räumt ab

Kaum beginnt die Olympia-Qualifikation für die Spiele 2028 in Los Angeles, schon sind die Judoka aus Japan wieder da – am ersten Tag des Grand Slam-Turniers in Ulaanbaatar (MGL) gewannen die Töchter und Söhne Nippons vier von fünf möglichen Gewichtsklassen. Darunter Superstar Uta Abe (bis 52 Kilo), aber auch Wakana Koga (bis 48 Kilo), die einen berühmten Namen im Judo am Leben hält. Japan räumt wieder einmal ab …

Toshihiko Koga war einer der größten japanischen Judoka der Geschichte – Olympiasieger 1992 in Barcelona (bis 71 Kilo), dreimal Weltmeister (zuletzt 1995 in Tokio stand auch Patrick Reiter als Dritter bis 78 Kilo mit ihm auf dem Podest). Berühmt für seine Variation des Ippon Seoi Nage (Schulterwurf) und für seine Vielseitigkeit. Leider verstarb Koga vor fünf Jahren im Alter von nur 53 Jahren an Nierenkrebs. Wakana, die übrigens nicht die Tochter des Superstars ist (Koga hatte zwei Söhne, Hayato und Genki, die auch Judoka wurden), ist auch erfolgreich. Die 24-Jährige hat schon drei WM-Medaillen (Silber und zweimal Bronze), ist Asienmeisterin und feierte in Ulaanbaatar bis 48 Kilo ihren bereits achten Sieg auf der IJF World Tour. Koga gewann vier ihrer fünf Kämpfe mit Ippon. Auch Landsfrau Abe blieb bis 52 Kilo fünfmal siegreich, viermal vorzeitig.

Die weiteren japanischen Erfolge des ersten Tags in der mongolischen Metropole gehen auf das Konto von Akari Omori (bis 57 Kilo) und Takeshi Takeoka (bis 66 Kilo). Der 26-jährige Weltmeister von Budapest 2025 setzte sich ebenfalls mit fünf Siegen durch. Es gab somit am Freitag lediglich einen nicht-japanischen Erfolg durch Balabay Aghayev (AZE), der im Finale bis 60 Kilo Ryuju Nagayama (JPN) mit Yuko bezwang. Japan (4/1/0) führt im Medaillenspiegel vor Aserbaidschan (1/0/1) sowie Frankreich, Russland, Italien und China (je einmal Silber). Alle scheiterten bisher bei diesem Grand Slam mit 454 Judoka aus 58 Ländern an den Japanern …

Für Österreichs sechsköpfiges Team geht es am Samstag los. Lubjana Piovesana (LZ Hohenems / bis 63 Kilo), Michaela Polleres (JC Wimpassing / bis 70) und Bernd Fasching (Judozentrum Galaxy / bis 81 Kilo) steigen auf die Tatami. Stephan Hegyi (SC Hakoah / über 100 Kilo), der einzige Wiener in Ulaabaatar, ist erst am Sonntag an der Reihe.

Alle Ergebnisse aus Ulaanbaatar findet ihr hier.

Foto: Sie trägt einen berühmten Namen weiter: Wakana KOGA (blauer Judogi) - @IJF / Tamara Kulumbegashvili

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