Leonie will Medaille

Von Donnerstag bis Sonntag findet in Bratislava, vor den Toren Wiens gewissermaßen, die Unter-21-EM statt – mit vier ÖJV-Judoka, darunter einer Wienerin. und Leonie Bayr (Vienna Samurai) hat sich ein großes Ziel gesteckt. „Ich will eine Medaille“, sagt die 19-Jährige, die am Freitag in der Klasse bis 70 Kilo drankommt. Es ist ihre dritte Junioren-EM, und sie hat sich bestens dafür vorbereitet.

Leonie Bayr ist ein strebsamer Mensch. Heuer hat sie nicht nur die Matura mit Bravour geschafft, sondern sich auch mit einem dritten Platz beim Europacup im ungarischen Paks und Rang 7 in Prag das Ticket für ihre dritte EM gesichert. „Mit dem Mixed-Team lief es ganz gut, bei der zweiten EM bin ich aber im Einzel mit einem Sieg und einer Niederlage ausgeschieden“, sagt Leonie, die heuer ein klares Ziel im Gepäck hat. „Ich will schon einen Podest-Platz. Klar, da muss alles zusammenpassen, aber ich kämpfe dafür.“

Vorbereitet hat sich die Samurai-Judoka penibel und mit viel Einsatz. Die Unter-21-Judoka waren mit dem Nationalteam eine Woche in Valencia beim großen Olympic Trainings Camp, bei dem auch Österreichs zweifache Olympia-Medaillengewinnerin Michaela Polleres dabei war. Randoris hat Leonie aber mit den potentiellen Gegnerinnen aus anderen Ländern gemacht. „Aber natürlich kenne ich die Michi – so eine Karriere, die sie erlebt, hätte ich auch gern.“ Gut möglich, dass Leonie Bayr in einigen Jahren in die Fußstapfen der „großen Michi“ treten kann.

In Bratislava sind drei ÖJV-Damen und ein Mann dabei. Neben Bayr noch Carina Klaus-Sternwieser (ASKÖ Reichraming / bis 52 Kilo) und Marlene Schinwald (JU Raika Flachgau / bis 57 Kilo) bzw. Ronald Pröll (UJZ Mühlviertel / bis 90 Kilo), der heuer beim Heim-Europacup in Graz Bronze geholt hatte und die danach aufgetretene Verletzung (Mittelhandknochenbruch) hoffentlich gut überstanden hat. Leider musste Helene Schrattenholzer (JU Klosterneuburg / bis 78 Kilo) absagen – sie erlitt in Valencia einen Bandscheibenvorfall.

Foto: Leonie BAYR (links) hat ein großes Ziel - eine EM-Medaille - @Judo Austria / Oliver Sellner

Ähnliche Beiträge

  • Hammerlos! WM ohne Riner

    Ein Hammerlos bescherte die heutige WM-Auslosung der Wiener Judo-Hoffnung Stephan Hegyi – aber der 2,06-Meter-Riese Teddy Riner bleibt ihm und allen anderen erspart. Die WM findet ohne den französischen Superstar statt! Hier die Auslosungen der vier Wiener WM-Judoka: Hegyi (SC Hakoah) bekommt es in der Klasse über 100 Kilo in Runde 1 mit Vize-Weltmeiser Ushangi…

  • Tag des Sports

    Am heutigen Tag des Schulsports in div. Sportanlagen rund um das Ernst-Happel-Stadion war natürlich auch Judo wieder präsent. Der JLV-Wien war durch Gabor Geier und Cathy Rombolà beim ASVÖ-Event sehr gut vertreten, unterstützt von GS Ulla Haider. Viele begeisterte TeilnehmerInnen nahmen unser Angebot an und so wurde auch Gabor auf die Matte gelegt … In…

  • Zwei hoffen auf Olympia

    Das Judojahr 2019 ist Geschichte, das kommende eines mit großen Hoffnungen. Insbesonders für zwei Wiener Judoka, nämlich Magdalena Krssakova (bis 63 Kilo) und Stephan Hegyi (über 100), die beide ein einziges, großes Ziel haben – Olympia 2020 in Tokio. Die Chancen stehen für beide gut, doch es lauern auch Gefahren! Hier ein Überblick, auch über…

  • Spannung vor der WM

    Ab Donnerstag (06.10.) richten sich alle Blicke der Judo-Welt auf die usbekische Hauptstadt Taschkent, denn es starten die heurigen Weltmeisterschaften. Eine gute Platzierung spielt auch eine wichtige Rolle für die Olympiaqualifikation für 2024. Die Qualifikationsperiode begann am 22. Juni diesen Jahres und erstreckt sich bis 23. Juni 2024. Der ÖJV ist in Taschkent mit 7…

  • Mattenfüchse statt Skihaserln

    Vor über 30 Jahren ist es entstanden, mittlerweile nicht mehr wegzudenken – das OTC (Olympic Trainings Camp) in Mittersill, das auch heuer wieder nach den Feiertagen 848 Judoka aus 44 Ländern in den Salzburger Pinzgau bringt. Mit absoluten Weltstars, sowohl bei den Aktiven als auch bei den Trainern. Bis Mitte nächster Woche haben dort die…

  • Sayonara – Teil 13

    Ihre erste Medaille, EM-Bronze, holte sie im Mai 2003 – 17 Jahre später will Sabrina Filzmoser 2020 in Tokio noch einmal, zum vierten Mal, auf olympische Judomatten steigen. Seit Juli hält die Welserin einen Weltrekord: sie ist die älteste Medaillengewinnerin auf der IJF World Tour. Daher ist der Teil 13 unserer Serie „Sayonara“ der 39-jährigen…