Über 40 rot-weiß-rote Jung-Judoka sammeln am Wochenende in Györ (HUN) beim Kadetten-Europacup zum Teil erste internationale Erfahrungen auf der Tatami, einige von ihnen kommen auch aus Wiener Vereinen. Die Zukunft des Wiener Judo bei der Talente-Parade im Westen Ungarns! Die meisten werden dann ihre Unter-18-Karriere mit der Qualifikation für Großereignisse bei den traditionellen Turnieren ab Februar starten. Drei dieser Talente wurden vor wenigen Wochen auch Österreichs neue Unter-16-Meister – Maria und Anna Samarzhidi (Ratiborets) und Muhamad Elisbaev (Vienna Samurai) – drei der hoffnungsvollsten Talente.
Landestrainerin Lisa Aberger wird am Wochenende beim Turnier in Györ beim Coachen ganz schön ins Schwitzen kommen. Denn acht Wiener Judo-Talente sind schon ganz heiß auf ihre (zum Teil) ersten internationalen Erfolge. „Stars“ sind die drei bereits Genannten, zu ihnen gesellen sich noch Emma Wöll (bis 52 kg), Chiara Letic (bis 57 kg), Samad Murtazaliew (bis 55 kg / alle Vienna Samurai) sowie Maksym Kogan (WAT Stadlau) und Pavle Rastoka (NG Judo Wien / beide bis 73 kg). Allerdings ist es in Györ „nur“ ein Sichtungsturnier, richtig ernst wird es dann erst im neuen Jahr bei den Qualifikationsturnieren für die EM. Anschließend an diesen Kadetten-Europacup mit 573 Judoka aus 30 Ländern) gibt es dann noch ein zweitägiges Trainingslager in Györ.
Leider mussten zwei bereits international erfahrene und ab 2027 nicht mehr U18-berechtigte Talente absagen. Laura-Sophie Kunyik (bis 48 Kilo) ist erkrankt, Helin Türk (aufgestiegen in die Klasse bis 63 Kilo / beide Vienna Samurai) verletzt. Im ÖJV-Aufgebot scheint auch Selina Wögerer (ASKÖ Fairdrive Leonding / bis 78 Kilo) auf, die erst am Dienstag in Dakar Bronze bei den Olympischen Jugend-Spielen geholt hatte.
Mixed-EM mit Österreich
Am Samstag machen sich 13 Nationen, darunter Österreich, in Belgrad die Medaillen bei der Mixed-Europameisterschaft aus. Leider sind unter den drei weiblichen und drei männlichen ÖJV-Startern keine Judoka aus Wiener Vereinen dabei. Bei den Frauen werden die Leibnitzerinnen Verena Hiden (bis 57 Kilo) und Lisa Tretnjak (bis 70 kg) sowie Maria Höllwart (Sanjindo Bischofshofen / über 70 kg) auf die Tatami steigen, bei den Männern sind es Firas Ben Saad (LZ Multikraft Wels / bis 73 Kilo) sowie die Brüder Magamed (bis 90 Kilo) und Movli Borchashvilli (über 90 Kilo / beide Galaxy Judozentrum NÖ). Einmal (2019 Bronze in Tel Aviv) hat Österreich schon eine EM-Medaille im Mixed-Bewerb erobert.
Foto: Muhamad ELISBAEV würgt im Finale der österreichischen U16-Meisterschaft seinen Gegner ab – @Judo Austria / Oliver Sellner
