Mein Gott, jetzt hat sie´s … dieses Lied aus „My Fair Lady“ könnte auch für Selina Wögerer gelten, zumal sie sie vom Judoklub Fairdrive Leonding kommt – die 17-jährige Oberösterreicherin, Österreichs einzige Starterin im Judo, gewann am Dienstag bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar (SEN) Bronze in der Klasse bis 78 Kilo. Eine Genugtuung für die Nummer 7 der Kadetten-Weltrangliste, die heuer schon für die Jugend-WM in Ecuador absagen musste. Und auch ihr Kampfeinsatz um Bronze in Dakar hing eher am seidenen Faden …
Nachdem Wögerer einen Ippon-Sieg über Tatiana Exauce Itoua (CGO = Demokratische Republik Kongo) gefeiert hatte, verlor die junge Oberösterreicherin gegen Anastasiia Dobrovolskaia (RUS) ebenfalls vorzeitig. Und wieder war es ein Armhebel, der Wögerer stoppte. Schon für die Kadetten-WM in Guayaquil (ECU) im Sommer hatte sie absagen müssen, nachdem sie im letzten Turnier vor der WM abgehebelt wurde und eine Ellbogenverletzung davontrug. In Dakar war es die Schulter, die nach der Niederlage schmerzte und behandelt werden musste. Wögerer konnte dann doch zum Bronze-Kampf antreten, hielt ihre Gegnerin Arba Hasanaj (KOS) nach nur 35 Sekunden mit Oasekomi fest. Ippon, Bronze, und Selina war der Winner …
„Ich war mir zunächst gar nicht sicher, ob ich zum Bronze-Kampf überhaupt antreten kann. Umso glücklicher bin ich jetzt, mit der Bronzenen um den Hals. Im Medaillenkampf lief dann alles nach Plan. Großen Dank an das Team Austria für die Unterstützung. Ich bin sehr erleichtert, dass es noch geklappt hat“, strahlte die frischgebackene Jugend-Olympia-Dritte.
Foto: Da jubelte Selina WÖGERER - Bronze bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar - @ÖOC / Michael Meindl
