„Oldies“ räumen bei WM ab

„Oldies, but Goldies“ – das trifft auch auf Österreichs Judo zu. Denn schon am ersten Tag der Veteranen-WM in Abu Dhabi gab es Gold und zweimal Bronze für Rot-Weiß-Rot. Zwar nicht für Wiener, aber wir freuen uns auch mit dem Steirer Julian Rusu, der seinen Vorjahrestitel erfolgreich verteidigte, sowie mit dem Tiroler Reinhold Kurz und dem Niederösterreicher Karl Hufnagl, die jeweils Bronze in ihren Alters- und Gewichtsklassen holten. Die WM im Emirat geht noch bis zum Freitag, neun ÖJV-Judoka (5 Männer, 4 Frauen) sind dabei.

Dort, wo vor einer Woche die besten Judoka der Welt um Grand Slam-Medaillen kämpften und am Wochenende die Kata-WM ausgetragen wurde, sind nun auch die Veteranen an der Reihe. Gegenüber der letztjährigen Titelkämpfe gibt es ein beachtliches Teilnehmer-Plus. Waren es 2022 in Krakau noch 860 Judoka aus 60 Ländern, sind es derzeit in Abu Dhabi über tausend – exakt 1.026 aus 64 Ländern.

Und die WM begann für Österreich gleich erfreulich – der 56-jährige Julian Rusu (ASKÖ Bit Bull Graz) gewann die Klasse M6/bis 100 Kilo durch einen Finalsieg über einen Kasachen und holte nach Bronze und Gold nun schon seine dritte WM-Medaille bei den Senioren. Ebenso in der Altersklasse M6, aber bis 60 Kilo, gewann und verlor Karl Hufnagel (ATUS Baden) in einer Fünfer-Gruppe je zweimal und wurde ebenso Dritter wie der Wattener Reinhold Kurz in der Altersklasse M7 bis 81 Kilo. Der Tiroler Security-Mann, mit 64 schon etwas älter als die beiden anderen, musste sich nur dem späteren Sieger aus Brasilien geschlagen geben und gewann den Bronze-Kampf gegen einen Franzosen. Immerhin waren in dieser Klasse 81 Judoka auf der Matte.

Foto: Alter schützt vor Action nicht - wie man auch bei der Veteranen-WM in Abu Dhabi sehen kann ... - @IJF

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