Vier U16-Titel für Wien

Gleich vier Meistertitel, doppelt so viele wie 2023, gab es am Samstag bei den Österreichischen Unter-16-Meisterschaften in Krems (229 Judoka aus 56 Vereinen). Für Gold sorgten Anna Samardzhidi (Ratiborets / bis 36 Kilo), Helin Türk (Vienna Samurai / bis 48 kg), Kiara Kain (bis 57 kg) und Bernhard Göschka (beide Galaxy Judo Tigers / bis 50 kg). Es wäre sogar noch mehr für die Wiener möglich gewesen, denn insgesamt acht Judoka hatten das Finale erreicht. Am Ende war nur Oberösterreich mit sechs Klassensiegen besser. Am Sonntag kämpfen in Krems auch die Unter-21-Judoka um Titel. Wien hat zwei Goldene aus dem Vorjahr zu verteidigen.

Die beiden U16-Meister 2023 sind schon älter geworden, daher gab es in Krems neue Namen und neue Sieger in der jüngsten Altersklasse, in der es österreichweit um Medaillen geht. Der Sieg von Türk, die im Finale bis 48 Kilo gegen die Welserin Marlies Müller mit Hansokumake (drei Shidos für ihre Gegnerin) gewann, war auch von Landestrainer Mathias Czizsek erwartet worden. Er hatte, nachdem die acht Finalisten feststanden, auf viermal Gold getippt – und sollte damit Recht behalten. Denn auch Kain ließ im Kampf um Gold nichts anbrennen. Das Galaxy-Judogirl bezwang Lucia Bika (JC Stockerau) mit Waza-ari. Und im „Schwestern-Finale“ der leichtesten Mädchen setzte sich Anna gegen Maria durch. Bei den Burschen gewann Göschka gegen den Salzburger Hermann Klug (Judoschule Sakura) mit Ippon für einen Beinwurf (De-Ashi-Barai) Gold. Somit vier Titel für Wien, Zweiter in der Länderwertung. Je drei Titel gingen an Salzburg und – schau, schau – an das Burgenland, zwei an Niederösterreich und einer wanderte nach Tirol.

Neben Maria Samardzhidi im Schwesterduell mussten sich auch bis 40 Kilo Lieselotte Winter (Galaxy) und bis 52 Kilo Elena Amlacher (WAT Stadlau) in ihren Finalkämpfen leicder geschlagen geben. Ebenso wie Muhammad Koslaev (Vienna Samurai), der in seinem Goldkampf schon nach wenigen Sekunden mit Ippon am Rücken lag. Aber sie alle holten mit Silber die erhoffte Medaille!

Bronze ging an Lea Pipelka (WAT Stadlau) und Emilia Mamot (Judo AIWAR / beide bis 52 kg) bzw. Raphael Höfling (Galaxy / bis 38 kg), Ismail Colak (SU Karuna Wien), Ibrahim Khaykharoyev (Vienna Samurai / beide bis 46 kg), Sergey Samardzhidi (Ratiborets / bis 55 kg), Danylo Zabolotnii (SU Karuna) und David Betz (Vienna Samurai / beide bis 60 kg). Damit gab es für Wien 4 x Gold, 4 x Silber und 8 x Bronze. In der Vereinswertung wurden die Galaxy Judo Tigers (2/1/1) knapp hinter Fairdrive Leonding (2/1/2) Zweiter vor JC Klosterneuburg (2/0/2), Judo Jennersdorf (2/0/1) und ESV Sanjindo Bischofshofen (2/0/0). Weitere Wiener Vereine: 7. Samurai (1/1/2), 8. Ratiborets (1/1/1), 18. WAT Stadlau (0/1/1), 28. SU Karuna (0/0/2) und 36. Judo AWIAR (0/0/1).

Neue Namen und neue Sieger wird es auch am Sonntag geben, wenn die Unter-21-Jährigen in Krems um die österreichischen Titel kämpfen. Allerdings ist noch eine der beiden Wiener Vorjahrs-Goldenen dabei: Leonie Bayr (Vienna Samurai) verteidigt bis 70 Kilo ihren Titel von 2023. Wir gratulieren allen Judoka, die heute Medaillen gewonnen haben, und hoffen auf morgen, wenn das Ziel ausgerufen werden wird: Wien soll wieder die Nummer 1 im österreichischen Judo werden!

Live-Ergebnisse

Foto: Spannende Kämpfe bei der Unter-16-Meisterschaft in Krems - @Judo Austria / Oliver Sellner

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