„Last Facts“ zum Final Four

Eine mit 2.000 Fans prallvoll gefüllte Gmundner Sporthalle, heuer erstmals acht Teams, Hochspannung bei Frauen und Männern – das bringt am Samstag (13 Uhr Abwaage, 14.30 Uhr Semifinale, 19.15 Frauen-Finale und 20.15 Uhr Männer-Finale / live in ORF Sport+) das letzte große Judo-Spektakel des Jahres – das Bundesliga-Final Four. Mit zwei Wiener Teams: Bei den Männern wollen die Allianz Kukla Galaxy Tigers den elften Titel, bei den Frauen wäre ein Finaleinzug der Kampfgemeinschaft Vienna Samurai / Wiener ASKÖ Team Stadlau schon eine Überraschung. Hier die „Last Facts“, die letzten Fakten und Zahlen, vor dem Showdown am Traunsee.

Während für die Frauen von Samurai / Stadlau schon der Einzug ins Final Four das Erreichen des Saisonziels war und jetzt nur noch das berühmte „Tüpfchen auf dem i“ für die von der im Grunddurchgang ungeschlagenen Jacqueline Springer angeführte junge Truppe winken könnte, wäre das Scheitern der Galaxy-Männer eine Enttäuschung. „Wir sind nicht Favorit“, stapelt Galaxy-Coach Thomas Haasmann tief. Weil Semifinal-Gegner UJZ Mühlviertel im Duell der Rekordmeister (11:10 für die Oberösterreicher) schon im Semifinale die Wiener stoppen will und dafür wieder den schwedischen Ex-Europameister Marcus Nyman engagierte, der mit diesem Final Four seine internationale Judo-Karriere beenden wird. Und selbst bei einem Galaxy-Sieg würde ein harter Final-Gegner warten. Wenn es Multikraft Wels sein sollte, dann glaubt Chefcoach Manfred Dullinger an seine Chance: „Wir wollen nach 2021 den zweiten Titel nach Wels holen“, sagt „Dulli“ vor seinem Trainer-Abschied. Er übergibt die sportlichen Leitung an Thomas Haminger. Möglicherweise als Bundesliga-Meister 2024 …

Für Spannung ist also mit Sicherheit gesorgt – hier die wichtigsten Zahlen & Fakten zum Final Four:

Als Moderator in der Halle fungiert Tom Bläumauer.

Es ist das bereits neunte Final-Four in Gmunden (seit 2015). Nur im Jahr 2020 musste das Saisonfinale wegen der Pandemie abgesagt werden.

Heuer sind erstmals je 4 Frauen- und 4 Männer-Teams mit von der Partie. Gekämpft wird jeweils nur eine Runde (in sieben Gewichtsklassen bei den Männern, in sechs bei den Frauen).

Der Showdown in Gmunden wird mit dem Frauen-Semifinale UJZ Mühlviertel (im Kader u.a.: Mikota, Peherstorfer, Schlögl, Summer) gegen Askö Reichraming (Muntsurova, Starzer, Wöss) um 14:30 Uhr eröffnet – alle Kämpfe werden im Livestream auf judoaustria.at gezeigt. Der weitere Zeitplan: 15:15, 1. Männer-Semifinale: LZ Multikraft Wels (Borchashvili, Kaserer, Leutgeb, Sulamanidze/GE) – ESV Sanjindo Bischofshofen (Auer, Niederdorfer, Scharfetter, Zgank/TUR), 16:30, 2. Frauen-Semifinale: SU Noricum Leibnitz (Hiden, Mairhofer, Tretnjak) – Team Samurai/Stadlau (Amann, Bayr, Springer, Wernert), 17:15, 2. Männer-Semifinale: Allianz Kukla Galaxy Tigers (Magamed, Movli Borchashvilli, Fasching, Tsjkadoea/NED, Vieru/MDA) – UJZ Mühlviertel (Adamyan, Hegyi, Kukolj/SRB, Nyman/SWE), 19:15: Frauen-Finale, 20:15: Herren-Finale (ORFSport+ überträgt live).

UJZ-Legionär Marcus Nyman (SWE, Ex-Europameister, zweifacher WM-Dritter, 5-facher Masters-Sieger, Olympia-Fünfter 2016) beendet in Gmunden seine Karriere. Er war seit 2010 (Weltcup in Wien) auf der World-Tour, kämpfte insgesamt 15 Jahre in der Judo-Austria-Bundesliga: 2 Jahre für JU Pinzgau, ab 2012 für UJZ Mühlviertel).

Verena Hiden (Leibnitz/-57) und Jacqueline Springer (Samurai/-48) weisen beide eine bislang makellose Bilanz auf: 7 Kämpfe, 7 Siege – das gilt bei den Herren auch für Andreas Tiefgraber (UJZ Mühlviertel/-66).

Im Rahmen des Final-Four werden traditionell auch die Judo-Austria-Awards in insgesamt elf Kategorien vergeben.

Foto: Diesmal stellen sich zweimal vier Teams den Judo-Fans in der Sporthalle Gmunden vor - @Judo Austria / Oliver Sellner

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