Finale schon im Semifinale

Eine Neuauflage des letztjährigen Finalduells Allianz Kukla Galaxy Tigers gegen UJZ Mühlviertel wird es beim heurigen Bundesliga-Final Four am 30. November in Gmunden nicht geben. Weil LZ Multikraft Wels in der letzten Runde des Grunddurchgangs im heimischen Budokan ESV Sanjindo Bischofshofen mit 9:5 schlug und sich in der Tabelle den ersten Platz sicherte, kommt es schon im Semifinale zum Duell Galaxy gegen Mühlviertel. Der Titelverteidiger war am Samstag kampffrei, Vienna Samurai schlug in Wien Flachgau 12:2, WAT Stadlau unterlag im Mühlviertel mit 1:13..

Das Vorjahrsfinale heuer schon im Semifinale – Zweiter gegen Dritter nach dem Grunddurchgang. Weil Meister Galaxy zu Saisonbeginn auswärts gegen Flachgau nur ein 7:7 erreichte und daheim gegen Wels 5:9 verlor, halfen auch die fünf darauf folgenden Siege nicht mehr zu Platz eins am Ende des Grunddurchgangs. Psychologisch vielleicht sogar gut, dass die Truppe von Thomas Haasmann nun auf die Mühlviertler trifft. Denn nach dem knappen 8:6 im Finale 2023 gab es in der Liga 2024 einen klaren 11:3-Triumph über die Oberösterreicher. „Wenn wir wieder Meister werden wollen, müssen wir eh alle schlagen“, hat Haasmann schon immer gesagt. Mehr stört den Galaxy-Coach, und nicht nur ihn, dass die Kämpfe beim Final Four nur noch in einem Durchgang ausgetragen werden, weil man in drei Wochen auch die Frauen-Entscheidung in die Finalveranstaltung eingebaut hat. „Sie probieren alles, damit wir nicht Meister werden“, faucht „Haasi“ gegen die Verantwortlichen. Das sieht übrigens auch Wels-Trainer Manfred Dullinger so. „Ich verstehe diese Neuerung nicht!“

Dullinger darf sich aber über Platz eins nach sieben Runden freuen – den die Welser mit einem 9:5 über ESV Sanjindo fixierten. Was für Gmunden bedeutet, dass diese beiden Teams gleich wieder – im anderen Semifinale – aufeinandertreffen. Sollten die Welser und Galaxy ihre Semifinal-Duelle gewinnen, hätten die Wiener gleich eine doppelte Gelegenheit zur Revanche: einerseits für die heurige Liga-Niederlage, andererseits auch für das knappe 6:8 im dramatischen Finale von 2021. Für Spannung ist also gesorgt – egal, ob in einem oder zwei Durchgängen …

7. Runde, 1. Bundesliga Männer, Samstag: Vienna Samurai – Union Raika Flachgau (Samurai-Punkte: Salvi 2, Koslaev 2, Tschilikin 2, Steinmann 2, Prentner 2, Gubahanov 1, M. Sobanov 1). – UJZ Mühlviertel – WAT Stadlau 13:1 (Punkt: Benny Safer). – LZ Multikraft Wels – ESV Sanjindo Bischofshofen 9:5. – Union Graz – Allianz Kukla Galaxy Tigers 0:14 strafverifiziert (Liga-Ausstieg der Grazer). – 2. Bundesliga, Männer (ohne Wiener Verein): Union Burgkirchen-Schwand holte sich den Meistertitel und damit den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Tabelle nach dem Grunddurchgang:

MANNSCHAFT # S U N ES+ ES- Diff UBW+ UBW- Diff Pkt
Allianz Kukla Galaxy Tigers 9 7 1 1 76 36 40 745 345 400 15
Judo-Leistungszentrum Multikraft Wels 9 7 0 2 74 38 36 707 362 345 14
UJZ Mühlviertel 8 5 0 3 67 38 29 661 365 296 10
Sanjindo Bischofshofen 8 4 1 3 64 41 23 622 392 230 9
Vienna Samurai 7 3 1 3 52 46 6 511 457 54 7
Judo Union Raika Flachgau 7 2 1 4 43 55 -12 421 547 -126 5
Wiener ASKÖ Team Stadlau 7 1 0 6 37 61 -24 367 586 -219 2
Union Graz 7 0 0 7 0 98 -98 0 980 -980 0
Foto: Das Vorjahrsfinale wird auf den Kopf gestellt - Galaxy und Mühlviertel treffen schon im Semifinale aufeinander, es gibt nur noch einen Durchgang - @Judo Austria / Oliver Sellner

Ähnliche Beiträge

  • Samurai erkämpft 7:7

    Mit einem im letzten Kampf errungenen 7:7-Remis gegen PSV Salzburg hielten sich die Vienna Samurais in der 2. Bundesliga den Tabellenletzten vom Hals. Stadlaus Titelrivale Union Kirchham siegte in Leibnitz 8:6 und bleibt den Wienern an den Fersen. In der 1. Bundesliga musste Wimpassing im Flachgau mit 6:8 die zweite Saison-Niederlage hinnehmen. Es war ein…

  • Sanjindo ist klarer Favorit

    Was die M&R Galaxy Judotigers bei den Männern sind, das sind die Judoka von ESV Sanjindo bei den Frauen – die Girls aus Bischofshofen sind am Samstag beim Final Four der Damen-Bundesliga in Niederwaldkirchen die großen Favorits. Die „Mutter der Sieger“ heißt Marianne Niederdorfer – die EM-Zweite von Wien 1976 (damals noch als geborene Jirgal)…

  • Tigers bleiben Nummer 1

    Am Samstag (16.09.) fand die erste Herbstrunde der 1. Judo-Bundesliga statt. Während WAT Stadlau und M&R Galaxy Judo Tigers in Wien im Bildungscampus in der Attemsgasse ihre Begegnungen absolvierten, kämpften die Vienna Samurai in Bischofshofen. In Wien unterlag Stadlau gegen Mühlviertel 1:5 (10:50) und gegen die Tigers 2:5 (20:50). Die Tigers wiederum gewannen gegen Mühlviertel…

  • „Last Facts“ zum Final Four

    Eine mit 2.000 Fans prallvoll gefüllte Gmundner Sporthalle, heuer erstmals acht Teams, Hochspannung bei Frauen und Männern – das bringt am Samstag (13 Uhr Abwaage, 14.30 Uhr Semifinale, 19.15 Frauen-Finale und 20.15 Uhr Männer-Finale / live in ORF Sport+) das letzte große Judo-Spektakel des Jahres – das Bundesliga-Final Four. Mit zwei Wiener Teams: Bei den…

  • Keine Judo-Bundesliga im Jahr 2020

    Im Jahr 2020 wird es keine Judo-Bundesliga geben. Diese Entscheidung traf der ÖJV in seiner gestrigen Vorstandssitzung. Daher können die Volksbank Galaxy Tigers ihren Titel in der 1. Bundesliga nicht verteidigen und WAT Stadlau nach dem Meistertitel der 2. Bundesliga 2019 (siehe Jubel auf dem Foto) den Aufstieg nicht vollziehen. Hingegen dürften im Oktober die…

  • |

    Magda ist ein Samurai

    Am Samstag die Männer, am Sonntag die Frauen – auch deren Bundesliga-Saison startet an diesem Wochenende. In der SHS Niederwaldkirchen werden die ersten fünf Runden ausgetragen, und Vizemeister Vienna Samurai-WAT Stadlau meldet einen prominenten Neuzugang: Magdalena Krssakova – die Vize-Europameisterin von Prag 2020 (Klasse bis 63 Kilo) wird in dieser Saison die Wiener Kampfgemeinschaft verstärken….