Linz ist gerüstet! Donnerstag (14 Uhr) erfolgt die Auslosung, von Freitag bis Sonntag gibt´s das Spektakel auf den drei Matten der Tips-Arena – und alles ist am Wochenende im Bilde. Denn der ORF zeigt die Finalblöcke des Grand Prix an allen drei Tagen, und im Live-Stream auf „judotv.com“ kann man schon die Vorrunden sehen. Über 500 Judoka aus über 60 Nationen kämpfen in 14 Gewichtsklassen (je sieben) um die Medaillen und freilich auch um die Dotation von insgesamt 100.000 Euro. Es kann losgehen …
Der Aufbau in der Tips-Arena ist vollzogen. Mittlerweile hat man ja genug Erfahrung damit. 2023, beim ersten Grand Prix auf der Linzer Gugl, war dem noch nicht so. „Wir haben die Matten aufgelegt, wie wir es für richtig befunden hatten – aber dann haben uns die Herren der IJF gesagt, wir müssen die Tatami anders auflegen“, erzählt Manfred Reisinger, der OK-Chef und Präsident des oberösterreichischen Judo-Verbandes. „Als wir fertig waren, wollten sie noch eine Korrektur um zehn Zentimeter wegen der Vidi-Wall – aber dann haben wir die Wand verschoben.“ 40 Helfer beim Aufbau, am Wochenende bis zu 250, davon 172 Volunteers – da gehört schon eine große Portion Organisationstalent dazu. ÖJV-Generalsekretärin Corina Korner, auch Vizepräsidentin im Wiener Verband, hat seit Monaten ganze Arbeit geleistet, um für den Heim-Grand Prix beste Voraussetzungen zu schaffen.
Denn das Judo-Spektakel in der Tips-Arena geht drei Tage lang in die ganze Welt hinaus. Zumindest im Internet, wo man von jedem Fleckerl dieser Erde den Live-Stream verfolgen kann. Und auch der ORF trägt der Bedeutung dieses Events Rechnung, überträgt an allen drei Tagen den Finalblock (jeweils ab 17 Uhr) auf ORF ON live und hat für ORF Sport+ folgende Übertragungszeiten festgelegt: Freitag von 17 bis 17.55 Uhr, Samstag – hoffentlich mit den beiden ÖJV-Gesetzten Michaela Polleres (bis 70 Kilo / Nummer 5) und Bernd Fasching (bis 81 kg / Nummer 7) – von 17 bis 18.55 Uhr und Sonntag von 17 bis 19.30 Uhr. Zudem gibt es am Sonntag auf ORF Sport+ im Hauptabendprogramm von 20.15 bis 22 Uhr eine Zusammenfassung des Grand Prix. Linz hat also alles im Bilde!
Die Stimmung wird mit Sicherheit wieder großartig sein. Wie etwa beim ersten der bisherigen drei Turniere, bei dem es 2023 das bisher einzige Gold für Rot-Weiß-Rot durch Shamil Borchashvili (bis 81 Kilo) gegeben hat und der damals 33-jährige Lehrer Florian Doppelhammer als Landestrainer sensationell Fünfter bis 66 Kilo geworden war. Oder im Vorjahr, als Samuel Gaßner bis 73 Kilo unglücklich den Bronze-Kampf verlor und starker Fünfter wurde – der Mühlviertler, der Anfang Februar beim Grand Slam in Paris eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, fühlt sich wieder fit, ist seit zehn Tagen wieder im Training. „Der Kopf hat lange gebrummt, aber jetzt bin ich wieder fit.“ Auf den Kopf mag er gefallen sein, auf den Mund aber sicher nicht …
Foto: Die Linzer Tips-Arena ist bereit für das Judo-Spektakel am Wochenende - @Judo Austria / Oliver Sellner
