World Judo Day in Gedenken an Kano

Der 28. Oktober ist für alle Judoka ein besonderes Datum – heute ist nämlich Weltjudotag. Der „World Judo Day“ wurde vom Weltverband IJF im Gedenken an den Begründer des modernen Judosports, Jigoro Kano, ausgerufen. Der Japaner soll heute vor 160 Jahren auf die Welt gekommen sein. Es gibt aber auch historische Aufzeichnungen, denen zufolge er erst am 10. Dezember geboren wurde. „Das kann mit dem Mondkalender und unterschiedlichen Interpretationen zu tun haben“, weiß Erwin Schön, der stellvertretende Technische Direktor und Historiker des Judo-LV Wien.

Wie auch immer – der 28. Oktober ist der offizielle Weltjudotag. Und das soll auch in Zeiten wie diesen gefeiert werden! „Judo hat in den letzten Jahren einen immensen Aufschwung erlebt“, weiß Ernst Raser, der Präsident des Judo-Landesverbandes Wien, „dank der Aktivitäten des Weltverbandes IJF, aber auch dank der EJU und in Österreich.“ Dass Judo zu den Sportarten mit den weltweit meisten Teilnehmer-Nationen bei Olympischen Spielen zählt, ist ein Fakt. In Corona-Zeiten ist es aber, speziell für Kampfsportarten, sehr schwierig geworden. „Die Krise trifft den gesamten Sport, aber uns Judoka als weltweit größter Kampfsport ganz besonders. Trotzdem ist es gelungen, national mit den gelungenen Staatsmeisterschaften in Oberwart, und international mit dem Grand Slam in Budapest, unter größten Sicherheitsmaßnahmen Wettkämpfe über die Bühne zu bringen“, sagt Raser, der ja auch Vizepräsident im ÖJV ist. Apropos Budapest: Wie man hört, soll die WM 2021 nicht, wie zuletzt geplant, in Taschkent stattfinden, sondern in der ungarischen Hauptstadt, die erst 2022 an der Reihe wäre. Und zwar soll die ursprünglich an Wien vergebene WM im Juni, noch vor den auf 2021 verschobenen Olympischen Spielen in Tokio, stattfinden. Der Grund dafür sollen die Corona-Probleme in Usbekistan sein.

Zurück zum World Judo Day: Jigoro Kano, der also heute vor 160 Jahren geboren wurde (oder vielleicht doch erst am 10. Dezember), war in den 1930er-Jahren auch in Wien, um „seine“ Sportart vorzustellen. Die Geschichte des Judo in Österreich ist lang. Einer der Höhepunkte war auch vor knapp 40 Jahren, Ende November 1980, die erste Frauen-WM im New Yorker Madison Square Garden mit unfassbaren drei Goldmedaillen für Österreich durch die Steirerin Edith Hrovat sowie die beiden Wienerinnen Gerda Winklbauer und Edith Simon. Wir werden im November in einer eigenen Serie darauf noch näher eingehen. Und Erwin Schön ist ein wahrer Meister der Historik. Alle Judofans sollten sich – gerade am Weltjudotag – einmal die Geschichte des Judo in Wien ansehen …

http://www.judo-vienna.at/verband/verband

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