Wieder Laura-Gold!

Nach ihrem Europacup-Sieg Ende März in Dubrovnik feierte Laura Kallinger (Judoring Wien) zum zweiten Mal in diesem Jahr einen internationalen Turniersieg! Die 23-jährige Wienerin stürmte eine Turnierstufe höher, beim European Open in Prag, mit fünf Siegen zu Gold in der Klasse bis 57 Kilo. Dazu gab´s am Sonntag Silber (Issa Naschcho) und Bronze (Movli Borchashvilli). Schon am Samstag hatte die Salzburgerin Maria Höllwart Gold in der Klasse über 78 Kilo geholt. Jacqueline Springer (Vienna Samurai / bis 48 kg) wurde bei ihrem Comeback nach einjähriger Verletzungspause Siebente.

„Jawoll“, rief Mama Sandra Kallinger auf der Tribüne ihrer Tochter zu, als Laura mit einem Yuko gegen die Deutsche Laila Göbel den Finaleinzug fixiert hatte. Zuvor hatte die Architektur-Studentin Titanilla Abraham (HUN / zwei Waza-ari), Masa Slavinec (SLO / Ippon) und Silvia Pellitteri (ITA / Ippon) jeweils vorzeitig von der Matte geschickt. Im Finale gegen die Deutsche Jana Ziegler, die sie schon im Halbfinale von Dubrovnik besiegt hatte, reichte Laura eine Yuko-Wertung in der zweiten Kampfminute, die sie mit Geschick und Können über die Distanz brachte. Ein schöner Erfolg, der erste Sieg auf European Open-Level!

„Es war so heiß“, stöhnte Laura nach dem Wettkampftag. „Ich hab den ganzen Tag nur geschwitzt und bin total ausgeronnen“, lachte sie. Draußen 39 Grad, drinnen weit mehr – aber Laura steckte das routiniert weg. „Ich hab mich schon in der Früh wohl gefühlt, die Auslosung hat mir auch gefallen, und dann hab ich einfach gut gekämpft“, freut sich Kallinger, die in der Sommerpause für zwei Wochen nach Tokio und ebenso lang nach Valencia fliegt, um im September voraussichtlich in Budapest auf die Turnier-Tatami zurück zu kehren. Und Urlaub? „Wenn man zum Beispiel am Wochenende frei hat, kann man an den Strand oder in die Stadt – das ist für mich wie Urlaub.“ Übrigens: die intensive Arbeit mit ÖJV-Coach Jozef Krnac, 2004 Olympiazweiter in Athen für die Slowakei, zeigt Früchte. Wir gratulieren herzlich, liebe Laura!

Erfolgserlebnis auch für „Jacqui“ Springer bei ihrem Comeback auf der internationalen Tatami. Die Samurai-Judoka gewann gegen Oliwia Onysk (POL) mit zwei Yuko, ehe sie im Viertelfinale bis 48 Kilo Laura Bogdan (ROU / Ippon) unterlag und in der Trostrunde gegen Tasnim Abduali (KAZ) eine knappe Yuko-Niederlage hinnehmen musste. Damit landete Springer auf Rang 7 – die 25-Jährige wird dann Ende August beim Grand Slam in Lausanne ihr Comeback auf der IJF World Tour geben.

Dazu holte das rot-weiß-rote Team weitere Platzierungen. Der Welser Naschcho (bis 90 kg) verlor nach vier vorzeitigen Siegen im Finale gegen den Franzosen Aleksa Mitrovic mit Waza-ari und zwei Yuko-Wertungen, der für das NÖ-Judozentrum Galaxy kämpfende Borchashvilli gewann in der Klasse über 100 Kilo den Kampf um Bronze gegen den Tschechen Martin Sedlak mit Ippon. Zudem wurde Carina Klaus-Sternwieser (ASKÖ Reichraming) in der Klasse bis 52 Kilo. Österreich (2/1/1 plus 2-mal 7.) wurde in der Nationenwertung Dritter hinter Deutschland (3/4/3) und Kasachstan (2/1/1 – aber mehr fünfte Plätze). Insgesamt nahmen 412 Judoka aus 38 Ländern an diesem European Open teil.

Alle Ergebnisse aus Prag findet ihr hier.

Kadetten um EM-Medaillen

Es geht nahtlos weiter! Schon am Montag kämpfen drei Wiener Judoka in Las Palmas um Medaillen bei der Kadetten-EM. Laura Sophie Kunyik (bis 48 kg / startet gegen Natali Iashvili / GEO), Samad Murtazaliew (beide Vienna Samurai / bis 50 kg / gegen Ernest Musayelyan / ARM) und Sergios Samartzidis (Ratiborets / bis 60 kg / gegen Matviei Turchyn / UKR) wollen sich auf der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria beweisen. Am Dienstag steigt dann auch Helin Türk (Samurai / bis 52 kg / gegen Miara Rasic / SRB) auf die Matte. Österreichs größte Hoffnung ist die topgesetzte Selina Wögerer (ASKÖ Fairdrive Leonding / bis 70 kg). Insgesamt sind zwölf ÖJV-Judoka bei dieser EM bis Donnerstag (Mixed-Bewerb) dabei.

Foto: Laura KALLINGER (Zweite von links) feierte ihren zweiten Turniersieg 2026 - @EJU / Emanuele Castagna

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