Das war nichts für schwache Nerven! Wenige Minuten, nachdem sich Österreichs Fußballer bei der WM mit einem 3:3 gegen Algerien für die nächste Runde qualifiziert hatten, hatte beim Judo-Grand Prix in Qindao auch der Wiener Stephan Hegyi (SC Hakoah) ein Erfolgserlebnis – der zweifache EM-Dritte erreichte in der Klasse über 100 Kilo mit zwei Siegen das Viertelfinale und hat die erste Top-7-Platzierung 2026 sicher! Ein doppeltes Happy End!
Der 27-jährige Wiener war gegen den um fünf Jahre jüngeren Koreaner Dusan Baek von Beginn an tonangebend. Nach 2:38 Minuten gelang Hegyi ein schöner Beinwurf (Sasae), der zur Ippon-Wertung führte. Da stand es in Kansas City 1:0 für das ÖFB-Team. Als Hegyi den Polen Jakub Sordyl, gegen den er heuer beim Grand Slam in Tiflis verloren hatte, 22 Sekunden vor dem Ende, nach Waza-ari-Führung mit Osaekomi festhielt, jubelten unsere Kicker gerade über den WM-Aufstieg. Hegyi jubelte auch. Erstmals in diesem Jahr ein Viertelfinale – gegen den „russischen Bären“ Tamerlan Bashaev – erreicht, damit erstmals in diesem Jahr in den Top 7 auf der World Tour.
Ausgeschieden sind leider der Sanjindo-Judoka aus Bischofshofen – der EM-Fünfte Thomas Scharfetter unterlag bis 90 Kilo dem Kasachen Aidar Arapov mit Waza-ari. die Ex-Junioren-Weltmeisterin Elena Dengg bis 78 Kilo Beatriz Freitas (BRA) mit Ippon.
Foto: Stephan HEGYI (blau) schrieb in Qingdao erstmals in diesem Jahr an – @Judo Austria / Oliver Sellner
