Bei der feierlichen Ehrung der „Sportstars Wien“ im Festsaal des Wiener Rathauses am Mittwoch Abend war auch der Wiener Judo-Landesverband vertreten und nutzte die Veranstaltung für Austausch, Vernetzung und die Würdigung herausragender Leistungen im Wiener Sport. Zwar gab es diesmal für unsere Sportart keine (persönliche) Auszeichnung, aber „Judo Wien“ war mit Athleten, Trainern und Funktionären präsent.
Mit dabei waren die vom Sportpool Wien geförderten Judoka Jacqueline Springer und Jael Wernert, die als Gäste von der Stadt Wien eingeladen waren. Leider verhindert war Leonie Bayr (alle drei übrigens von Vienna Samurai), die sich bereits auf dem Weg zum WM-Vorbereitungstrainingslager nach Straßburg befand. Die 20-Jährige, heuer in Graz Siegerin des Unter-21-Europacups, zählt zu den ausgezeichneten Nachwuchssportlerinnen des Jahres, konnte aber die Ehrung deshalb nicht persönlich entgegennehmen.
Auch auf Funktionärsebene war der Wiener Judosport stark vertreten. Erwin Schön, Präsident des Wiener Verbands, nutzte die Feier zum Austausch mit Vertretern der Wiener Sportwelt. „An so einem Abend kann man mit anderen Verbänden und den Verantwortlichen der Stadt die Kontakte pflegen. Ich glaube, dass das auch sehr wichtig für alle ist“, sagte der Präsident. Einen besonderen Moment stellte zudem der erste offizielle Auftritt von Martin Grafl, dessen Heimklub der Wiener Traditionsverein WAT Stadlau ist, als neuer Sportkoordinator des Österreichischen Judoverbandes dar. Gemeinsam mit ÖJV-Generalsekretärin Corina Korner, auch Vizepräsidentin im Verband und Samurai-Obfrau, nahm er an der Veranstaltung teil.
„Wir brauchen moderne und gut erreichbare Sportstätten, starke Vereine, qualifizierte Betreuung und verlässliche Angebote für den Nachwuchs. Denn aus diesen Strukturen wachsen auch die Talente von morgen. Gleichzeitig wollen wir jungen Menschen zeigen, dass sich Einsatz, Disziplin und Leidenschaft lohnen. Das Fest der Wiener Sportstars ist dafür ein wichtiges Zeichen“, meinte Sportstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Finanziert wird der Sportpool Wien durch Mittel der Stadt sowie durch Unternehmen und Partner aus der Wirtschaft. Gefördert werden Sportlerinnen und Sportler, die in olympischen und paralympischen Sportdisziplinen aktiv sind. Seit seiner Gründung konnten bereits mehr als eine Million Euro an Fördergeldern an Wiener Athletinnen und Athleten ausgeschüttet werden.
Auch wenn in diesem Jahr kein Judoka unter den ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportlern vertreten war, kann man die Veranstaltung als gelungenen Abend bezeichnen. Diesmal applaudierten die Judoka den Sieger:innen: Läuferin Julia Mayer (Sportlerin), Beach-Volleyballer Tim Berger (Sportler) und den Fußball-Frauen von Austria Wien (Teams). Und, wer weiß, vielleicht steht ja schon bald auch ein(e) Judoka im Mittelpunkt und auf der Bühne …
Foto: Die Wiener Judo-Abordnung bei der Ehrung der "Sportstars Wien" im Rathaus - @JLVW/zVg
