Hoffen auf den Sonntag

Keine Medaille gab es für Wiener Judoka am ersten Turniertag bei zwei internationalen Ereignissen – bei den European Open in Rom war Edelmetall auch gar nicht möglich, weil Jacqueline Springer (bis 48 kg / Vienna Samurai) und Stephan Hegyi (über 100 kg / SC Hakoah) erst morgen im Einsatz sind, auch beim Kadetten-Europacup der Unter-18-Jährigen in Györ ruhen die rot-weiß-roten Hoffnungen auf einem besseren Sonntag.

Eine Medaille gab es in Rom für Maria Höllwart (ESV Sanjindo Bischofshofen) – Silber in der Klasse über 78 kg, bei allerdings nur fünf Teilnehmerinnen. Daniel Leutgeb (LZ Multikraft Wels / bis 60 kg) und Lisa Grabner (JC Wimpassing / bis 63 kg) wurden jeweils Siebente. Im Blickpunkt dieser European Open steht aber das internationale Comeback von Stephan Hegyi (SC Hakoah / über 100 Kilo) nach 616 Tagen Verletzungspause. Der Schwergewichtler, als Nummer 4 gesetzt, wartet nach einem Freilos noch auf seinen ersten Gegner. Auch Jacqueline Springer (Vienna Samurai / bis 48 kg) ist erst am Sonntag im Einsatz. Die 24-Jährige hat heuer international schon viermal angeschrieben.

Nach dem ersten Tag in Rom führt Italien (2/3/7) die Nationenwertung an, gefolgt von der Ukraine (2/0/0) und Deutschland (1/1/1). Österreich liegt unter den 28 Nationen (224 Judoka) auf Rang sieben.

Györ

Bei den Kadetten in Györ gab es am Samstag zwei fünfte – Stefan Stögmann (ASKÖ Reichraming / bis 66 kg) und Laura-Sophie Kunyik (JC Klosterneuburg / bis 44 kg) – und zwei siebente Platze durch Lena Mayrhofer (bis 48 kg) und Katharina Mikota (beide UJZ Mühlviertel / bis 52 Kilo). Inoffiziell Neunte wurde Helin Türk (Vienna Samurai / bis 78 kg), die in ihrer (doppelten) Trostrunde Mariana Pereira (Por) mit Waza-ari unterlag. Von den vier Wiener Burschen am Samstag konnte nur einer einen Sieg verbuchen. Ismail Colak (SU Karuna Wien) bezwang bis 50 Kilo Mehdi Mammadli (AZE / Hansokumake), ehe er dem Polen Bartlomiej Dobrowolski mit zwei Waza-ari unterlag. Sein Klubkollege Yann Ornik (55 kg) musste sich zum Auftakt Aleksa Milosevic (SRB / späterer Zweiter) mit Ippon (Würger) und in der Trostrunde Vladyslav Matviicuk (UKR / zwei Waza-ari) geschlagen geben. Auch Bernhard Göschka (Galaxy Judo Tigers / bis 55 kg) und Oskar Salvi (Vienna Samurai / bis 60 kg) blieben sieglos. Somit ruhen alle Hoffnungen auf einen besseren Sonntag, insbesondere traut man dem erst 16-jährigen Galaxy-Talent Lukas Angerer zumindest einen Podestplatz zu.

Im Medaillenspiegel von Györ führt nach dem ersten Tag Ungarn (3/2/3) vor der Ukraine (2/1/2) und Polen (1/0/2). Österreich ist in der Nationenwertung (mit fünften und siebenten Plätzen) unter 27 Nationen (563 Judoka) auf Rang 14 zu finden.

Foto: Klubtrainer Henrik SCHWAM in Györ mit seinen Karuna-Schützlingen Ismail COLAK und Yann ORNIK (rechts), die beide am Samstag ausschieden - @JLVW / privat

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