Heimsieg der Russen – ÖJV-Duo schied aus

Viermal Gold für die Gastgeber, dreimal für Japan – Russlands Judoka waren beim Heim-Grand Slam in Kazan, dem letzten Turnier vor der WM (6. bis 13. Juni in Budapest) top. Die beiden ÖJV-Judoka, die noch um wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation kämpften, leider nicht – Sabrina Filzmoser (Wels/bis 57 kg) und Aaron Fara (Wimpassing/bis 100 kg) schieden mit Erstrunden-Niederlagen aus. Wiener waren nicht am Start.

Nachdem schon am Mittwoch „Sabsi“ bis 57 Kilo der Rumänin Loredana Ohai mit Waza-ari unterlegen war, musste sich am Freitag auch der Niederösterreicher Fara zum Turnierauftakt bis 100 Kilo dem Ungarn Miklos Cirjenics geschlagen geben. Der Ungar hatte schnell zwei Shido-Strafen zu Buche stehen, aber Fara musste nach 1:48 Minuten im Würgegriff seines Gegners abklopfen. „Richtig bitter. Aaron hat bis zu diesem Zeitpunkt alles richtig gemacht. So ein Fehler darf einem Olympia-Kader-Athleten eigentlich nicht passieren. Die Niederlage ist deshalb richtig bitter“, resümierte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser.

Dabei wäre – eventuell auch für den einen oder anderen Österreicher – die Chance groß gewesen, gute Punkte für Tokio zu sammeln, da viele bereits fix für Olympia qualifizierte Asse die WM-Generalprobe ausließen. Mit vier Klassensiegen waren die russischen Judoka die besten dieses Turniers vor den Japanern, die bei den Männern nicht mit der ersten Garnitur antraten, bei den Frauen aber schon. So siegte Superstar Uta Abe bis 52 Kilo, während sich die zweifache Weltmeisterin Chizuzu Arai bis 70 Kilo mit Bronze zufrieden geben musste. Russland (4/6/5) gewann die Medaillenwertung klar vor Japan (3/0/1) und Frankreich (2/1/0). Je einen Klassensieg gab es für Deutschland, die Niederlande, Georgien, Ungarn und Polen. An dem Turnier, das als Ersatz für Paris (sagte wegen Corona ab) ausgetrgen wurde, nahmen 407 Judoka aus 79 Ländern teil.

Alle Ergebnisse aus Kazan findet ihr hier.

Foto: Tamerlan BASCHAJEW (im weißen Judogi im Schwergewichts-Finale gegen Rafael SILVA/Bra) war einer der vier russischen Klassensieger beim Heim-Grand Slam in Kazan. - @IJF Media

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