Nur zwei Wochen nach der WM in Baku geht es auf Europas Judomatten ab Donnerstag rund. Gleich in vier Bewerben wird um Yuko, Waza-ari und Ippon gekämpft – die Veteranen bestreiten die EM in Portimao mit dem Wiener Ernst Leidenfrost, die Kadetten einen Unter-18-Europacup in Maribor. Jung und alt sozusagen auf Europas Tatami. Dazu wurde Vize-Weltmeisterin Michaela Polleres zur Klub-Champions League nach Paris eingeladen, und die Bundesliga bestreitet ihre letzte Runde im Grunddurchgang. Ein heißes Wochenende also!
Von den Unter-18-Jährigen bis hin zum 67-jährigen Tiroler Kurz – da bietet das kommende Wochenende eine breite Palette auf den Tatami in Portugal, Slowenien, Frankreich und Österreich. Das sind die diversen Bewerbe:
Veteranen-EM in Portimao (POR). Mit einem Wiener, Ernst Leidenfrost, 62 Jahre, von Vienna Samurai (Klasse M7 bis 90 Kilo). Vor zwei Jahren hat er in Las Vegas WM-Bronze geholt und gewann den Veteranen-Europacup in Hamburg. 2025 wurde „Ernstl“ Dritter beim Europacup in Warschau. Heuer fehlt ihm noch eine Medaille, aber Leidenfrost hatte zuletzt immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Star im rot-weiß-roten Team ist der Tiroler Reinhold Kurz, 67 Jahre jung, von der WSG Wattens, Er ist vierfacher Welt- und zweifacher Veteranen-Europameister. Auch der Steirer Julian Rusu ist Welt- und zweifacher Europameister.
Kadetten-Europacup in Maribor (SLO): im „Team Judo Austria“ stehen auch zwei Wienerinnen – die Zwillingsschwestern Maria (bis 44 Kilo) und Anna Samarzhidi (bis 48 Kilo / beide Ratiborets), die am Samstag bei den Österreichischen Unter-16-Meisterschaften in Feldkirch (V) Gold geholt hatten. Die beiden sind als noch U16-startberechtigt und gelten als Österreichs Kadetten-Hoffnungen auch noch in den nächsten beiden Jahren.
Mixed Club Champions League: Österreichs Vize-Weltmeisterin Michaela Polleres wurde vom kasachischen Klub „Yenis“ eingeladen, am Samstag in Paris für deren Mixed-Team in der Klasse bis 70 Kilo um den europäischen Klubtitel zu kämpfen.
Die heimische Bundesliga: Mit dem nicht mehr bedeutenden Heimkampf gegen die JU Pinzgau (Achtung, Kurt Kucera-Halle!) beendet JBLV Samurai/Stadlau den Grunddurchgang in der 1. Liga der Männer. Für Coach Benedikt Safer ist es „ein besserer Freundschaftskampf, den wir allerdings gewinnen wollen.“ Das Final Four am 21. November in Gmunden hat das Wiener Team heuer allerdings verpasst. Hinter dem Galaxy Judozentrum NÖ (18 Punkte) kann es zwischen den drei Verfolgern – Comat Center (13), LZ Multikraft Wels und Sanjindo Bischofshofen (beide jeweils 12 Punkte) – noch Verschiebungen auf den Plätzen 2 bis 4 geben. – Die Paarungen (alle Kämpfe Samstag, 18 Uhr): JBLV Samurai/Stadlau – JU Pinzgau (Kucera-Halle), Burgkirchen/Schwand – Galaxy Judozentrum NÖ (Burgkirchen), UJZ Mühlviertel – Combat Center (Niederwaldkirchen), LZ Multikraft Wels – Sanjindo Bischofshofen (Budokan Wels).
Foto: So jubelten sie vor zwei Jahren: Veteranen-Weltmeister Reinhold KURZ und der WM-Bronzene Ernst LEIDENFROST mit Betreuer Christian HACKL - @JudoWien

