Wir trauern um Ilona Etele (updated)

Sie war in den Jahren 1987 bis 2000 die „gute Seele“ des Verbandes. Unter Präsident Josef Herzog wurde sie als Generalsekretärin eingestellt und erledigte alle Aufgaben mit Bravour und Genauigkeit. Die Rede ist von Ilona Etele. Wie wir jetzt erfahren haben, ist sie im Alter von 82 Jahren verstorben.

Damals befand sich das Büro des Landesverbandes in Wien 12., Theresienbadgasse 1. Die älteren Judoka werden sich noch daran erinnern. Auch an Ilona, die mit ihrer entgegenkommenden, freundlichen und verbindlichen Art die Geschäfte im Sekretariat führte. Egal mit welchem Anliegen man zu ihr kam, sie fand immer eine Lösung. Jede Arbeit erledigte sie mit absoluter Präzision und Genauigkeit. Man konnte sich darauf verlassen, wenn man sich an Ilona wandte, es wurde erledigt.

Eigentlich wissen wir wenig über Ilona. Sie wurde am 30. Mai 1940 geboren und hieß eigentlich Friederike Etele, sie wurde aber von allen liebevoll Ilona genannt. Unter dem damaligen Präsidenten Josef Herzog kam sie mit dem Judo-Sport in Berührung, dem sie sich in weiterer Folge auch Verbunden fühlte. Sie begann ihr Dienstverhältnis am 5. Jänner 1987 und arbeitete mit Begeisterung für den Judo-Sport und unterstützte auch einzelne Vereine bei deren Administration. Zu ihrer Zeit wurden gerade die Judo-Pässe eingeführt, die die alten Kampfpässe ablösten. Auch mit der zunehmenden Moderniserung musste sich Ilona befassen. Der PC löste immer mehr die Schreibmaschinen und Ofsetdrucker im Büro ab und auch das Internet hielt Einzug in das Arbeitsleben. Die erste Mitgliederdatenbank wurde zu ihrer Zeit erstellt, wobei die Mitgliedererfassung und statistische Auswertung nun wesentlich einfacher wurde.

Am 31. Juli 2000 ging Ilona dann in den wohlverdiente Ruhestand, nach 23 Jahren treuer Dienste für den Judo-Sport. Sie blieb aber weiterhin mit langjährigen Freunden in den Vereinen verbunden. Nun erhielten wir die Nachricht, dass Ilona am 5. Mai 2022, also knapp vor ihrem 82. Geburtstag, verstorben ist. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und ihren Freunden. Diejenigen, die Ilona kannten, werden sie immer in Erinnerung behalten.

Die Verabschiedung von Ilona Etele findet am Dienstag, 24. Mai 2022, um 14:00 Uhr, am Hütteldorfer Friedhof statt. Näheres siehe Parte (Link unten).

Ähnliche Beiträge

  • Nehmen, was kommt

    Der Unter-21-Europacup am Wochenende im Raiffeisen-Sportpark Graz wird zum Monsterturnier – 676 Judoka aus 34 Ländern wurden genannt, um 165 (oder 32,2 Prozent) mehr als im Vorjahr. Teilnehmerrekord! Mitten drin 50 rot-weiß-rote Talente, unter ihnen mit Leonie Bayr (Vienna Samurai/bis 70 Kilo) nur eine Wienerin. Weil der ursprünglich nominierte Vardges Ghazaryan (SU Karuna/bis 100 Kilo)…

  • Eine Woche mit Spaß für 52 Jung-Judoka

    Gleich die erste Ferienwoche nützten 52 Nachwuchs-Judoka von 10 bis 17 Jahren, um am Ferienlager des Judo-LV Wien in St. Johann im Pongau teilzunehmen. Unter der Leitung der Schülerreferenten Gabor Geier und Norbert Stumpf tummelten sich die Jung-Judoka zweimal täglich auf der Matte, es gab aber auch ein umfangreiches Freizeitprogramm. Das Wichtigste: Keine Verletzungen, und…

  • Vor 10 Jahren: Triumph bei der Heim-EM

    Heute vor zehn Jahren, am 22. April 2010, feierte Österreichs Judosport am Eröffnungstag der Heim-EM im Wiener Dusika-Stadion einen sportlichen Triumph! Zwei Silbermedaillen durch Ludwig Paischer und Sabrina Filzmoser und Bronze durch Andi Mitterfellner. Sogar die „Krone“ widmet diesem Ereignis heute einen großen Beitrag (siehe Bild). In Zeiten, wo wir nicht Judo auf der Matte…

  • Die Latte liegt hoch

    Im Vorjahr hatte es in Krems insgesamt acht Titel für Wien gegeben, am Wochenende liegt daher in Deutschlandsberg die Latte hoch für die Wiener Judoka, wenn es um die österreichischen Meister der Unter 16 (Samstag) und Unter 21 (Sonntag) geht. Aufmerksamer Beobachter wird wohl auch Nachwuchs-Nationaltrainer Martin Grafl sein, der die Ausbildung zum IJF-Diplomtrainer erfolgreich…

  • Den Schwung mitnehmen!

    Mit zweimal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze war das European Open vor zwei Wochen in Györ für Österreich und auch die Wiener Judoka erfolgreich. Drei aus der Bundeshauptstadt schafften den Einzug ins Finale, das sie leider verloren haben – Laura Kallinger (Judoring / bis 57 kg), Bernd Fasching (bis 81 kg) und Movli Borchashvilli…

  • 35 Prozent mehr um die Titel

    174 Judoka aus 40 Vereinen und acht Bundesländern (nur Kärnten fehlt) haben für die Staatsmeisterschaften am Wochenende in Eferding genannt – das sind um 35 Prozent mehr Judoka als 2022 bei den Titelkämpfen in Weiz. Einige Details rund um die Meisterschaft, bei der es um Gold, Silber und Bronze geht (@ÖJV/Oliver Sellner), sind nachstehend zusammengefasst….