Am zweiten Tag des Grand Slam-Turniers in Budapest, der Generalprobe für die WM in Baku (4. bis 11. Oktober) gab es die ersten Platzierungen für Judo Austria – sowohl Lubjana Piovesana (LZ Hohenems / bis 63 Kilo) als auch Michaela Polleres (JC Wimpassing / bis 70 Kilo) erreichten über die Trostrunde (jeweils nach Viertelfinal-Niederlagen) den Kampf um Bronze. Piovesana verlor ihn, Polleres holte die Medaille. Am Sonntag ist der Wiener Stephan Hegyi (SC Hakoah / über 100 Kilo) dran.
Piovesana, heuer schon Grand Slam-Dritte in Dushanbe und Ulaanbaatar, bezwang bis 63 Kilo zunächst Youna Manova (BUL) mit Yuko und musste sich im Viertelfinale Laura Fazliu (KOS) mit 1:2 Yuko geschlagen geben. In der Trostrunde bezwang „Lulu“ Carlotta Avanzato (ITA) durch Hansokumake (Disqualifikation) ihrer Gegnerin. Damit erreichte die 29-jährige Austro-Britin den Bronze-Kampf gegen Arelia Sanchez-Benitez (ESP), den sie leidet verlor – damit Platz 5.
Österreichs Zweifache Olympia-Medaillengewinnerin Polleres schlug bis 70 Kilo Melissa Myers (USA) und Diassonema Mucungui (ANG) jeweils mit Ippon, ehe auch sie im Viertelfinale – gegen Serafima Moscalu (ROM) mit zwei Waza-ari verlor. Mit einem Waza-ari-Sieg über Ida Eriksson (SWE) wahrte auch sie die Bronze-Chance. Und Michi holte ihre dritte Medaille heuer nach Platz 2 in Dushanbe und ihrem Sieg beim Grand Prix in Linz. Im Kampf um den Podestplatz besiegte sie Tais Pina (POR) mit Ippon.
Magamed Borchashvilli (Galaxy Judozentrum/NÖ) unterlag zum Auftakt der 81-Kilo-Klasse Murodjon Yuldoshev (BUL) mit Ippon. Unter den fünf Judoka am Sonntag befindet sich mit Hegyi auch ein Wiener – der 28-Jährige trifft auf einen „alten Bekannten“, gegen den er zuletzt in Qingdao gewonnen hat: den Polen Jakub Serdyl.
Foto: Michaela POLLERES (weiß) holte in Budapest ihre dritte Medaille 2026 – @Judo Austria / Oliver Sellner
