Kein Gold zur Morgenstund´

Morgenstund´ hat Gold im Mund, sagt man. Auf Wachid Borchashvili traf dieses Sprichwort, zumindest am Samstag, nicht zu. Denn Österreichs einziger Judoka beim letzten Grand Slam des Jahres in Tokio beendete seinen Arbeitstag auf Matte 4 des Metropolitan Gymnasiums exakt um 4.37 Uhr MEZ – und schied nach zwei Siegen in der dritten Runde bis 81 Kilo aus. Die Asiaten dominierten zum Auftakt dieses Turniers mit 506 Judoka aus 84 Ländern – zweimal Gold für Japan, einmal für Korea, das war die Hälfte aller Goldenen am ersten Tag.

Borchashvili, der heuer im Frühjahr das Grand Slam-Turnier in Tiflis gewonnen hat, feierte zum Auftakt zwei Hansokumake-Siege (jeweils drei Shidos) gegen Nugzari Tatalashvili (UAE) und Khalil Rebahi (QAT), ehe er sich in Runde 3 dem als Nummer 5 gesetzten Tadschiken Somon Makhmadbekov im Golden Score nach insgesamt 9:32 Minuten geschlagen geben musste. Bis dahin gab es weder eine Wertung noch ein Shido, hüben wie drüben. Aber als Wachid einen Umdreher versuchte, geriet er unglücklich in einen Festhalter und konnte sich nicht mehr befreien. Gold in dieser Klasse ging an den Südkoreaner Joonhwan Lee, der im Finale den Belgier Matthias Casse bezwang.

Japan (2), Korea, Kanada, Aserbaidschan und die Niederlande (je 1) holten die Goldmedaillen am ersten Tag. Die japanischen Star-Sisters Hifumi und Uta Abe sind erst am Sonntag an der Reihe.

Foto: Joonhwan Lee (blau) im Finale bis 81 Kilo gegen Matthias Casse (BEL) - @IJF

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