Und der Sieger heißt…

Er trat bei den Olympischen Spielen im Juli 2021 in Tokyo zum letzten Mal in Erscheinung. Vor dem Masters in Doha im Jänner 2021 musste er eine zweijährige Pause einlegen. Er wurde zweimal im Einzel und einmal im Mixed Team Olympiasieger, wurde 10-mal Weltmeister und wurde bisher nur zweimal geschlagen, einmal bei der Open-WM 2010 in Tokyo durch den Japaner Daiki Kamikawa und bei den Spielen in Tokyo durch den Russen Tamerlan Bashaev. Die Rede ist – wie viele schon vermuten – von Teddy Riner.

Mit 18 Jahren, also noch als Junior, wurde er 2007 in Rio de Janeiro erstmals Weltmeister und zwar der jüngste in der Judo-Geschichte und ist seitdem eine nicht wegzudenkende Größe in der Klasse über 100 kg. Seine Bilanz ist atemberaubend und er gilt als der beste Judoka aller Zeiten.

Nicht zu verdenken, dass der 2,05m große Franzose das Ende seiner unglaublichen Karriere in seiner Heimatstadt Paris feiern möchte, wo 2024 die Olympischen Spiele ausgetragen werden. Er wird alles daran setzen, sich für diese Spiele zu qualifizieren. Dass ihm das auch gelingen kann, hat er dieses Wochenende beim Grand Slam in Budapest bewiesen. Mit diesem Turnier in Ungarn beginnt der Qualifikationsreigen für alle Athletinnen und Athleten.

Es war das Highlight eines wirklich sensationellen Wochenedes. Nach einem Freilos besiegte Riner den Brasilianer Joao Cesarino und den Aserbeidschaner Ushangi Kokauri. Im Semifinale musste Gela Zaalishvili (GEO) die Überlegenheit des Franzosen akzeptieren und im Finale machte er mit Jelle Snippe (NED) in wenigen Sekunden kurzen Prozess. Es scheint, als ob Teddy wieder zu seiner alten Form gekommen ist. Jedenfalls drücken wir ihm die Daumen, dass es mit seinen Pläne für Paris 2024 klappt.

Beim Grand Slam in Ungarn waren diesmal keine Österreicher vertreten. Alle Ergebnisse aus Budapest findet ihr hier.

Unser Titelfoto zeigt Teddy Riner bei der Siegerehrung beim Grand Slam 2022 in Budapest. Foto: @JLV/privat

Ähnliche Beiträge

  • Magdas „Silber-November“

    Ihre einzige bisherige EM-Medaille hat sie im November 2020 gewonnen – Silber in Prag. Erstmals seit dieser EM findet wieder eine in diesem Monat statt – und Magda Krssakova (JC Sirvan/bis 63 Kilo) ist auch in Montpellier (FRA) wieder dabei. Der „Silber-November“ – ein gutes Omen für die Wienerin? Die Auslosung jedenfalls ergab, dass sie…

  • Sensation in Belgrad

    Auch wenn der seltene Gast auf Europas Judomatten, Teddy Riner, alle seine Kämpfe gewann, musste sich Favorit Paris St.-Germain im Finalturnier der Champions League in Belgrad abermals nur mit Platz drei begnügen. Den Titel bei den Männern holte das serbische Sensationsteam OJK Belgrad, das nach einem 3:0 im Semifinale gegen Riners Team auch im Finale…

  • Zweimal Rang 7

    Beim Unter-18-Europacup der Kadetten in Bielsko-Biala (POL) gab es am Samstag zwei siebente Plätze für Wiener Judoka durch Laura-Sophie Kunyik (Vienna Samurai) bis 48 Kilo und Sergios Samartzidis (Ratiborets) bis 60 Kilo. Eine rot-weiß-rote Athletin – Isabella Stögmann (ASKÖ Reichraming) – gewann die Klasse bis 52 Kilo. Österreichs aktuelle Nummer 1, Selina Wögerer (ASKÖ Fairdrive…

  • Geburtstags-Silber

    Einen Tag nach dem Sieg von Isabella Stögmann (ASKÖ Reichraming / bis 52 Kilo) erreichte beim Unter-18-Europacup in Bielsko-Biala (POL) eine weitere Österreicherin den Goldkampf – und das an ihrem 17. Geburtstag! Isabellas Klubkollegin Bleona Rama musste sich aber in der Klasse bis 63 Kilo im Finale geschlagen geben und holte Silber. Dazu gab es…

  • Zwei Gesetzte

    Am Montag begann für vier ÖJV-Judoka das „Abenteuer Kadetten-WM“ mit der langen Reise nach Guayaquil (ECU), wo von Donnerstag bis Sonntag die Unter-18-Jährigen um WM-Medaillen kämpfen werden. Zwei aus dem rot-weiß-roten Team – Michaela Höllwart (Sanjindo Bischofshofen) als Nummer 3 in der Klasse über 70 Kilo, und Bleona Rama (ASKÖ Reichraming) als Sechste in der…