„Eine Medaille“, gibt ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch stets als Ziel aus – doch in Paris hängen die Trauben hoch. Das letzte Edelmetall gelang Sabrina Filzmoser mit Bronze 2015 – elf Jahre Warten! Sonntag gibt es fünf rot-weiß-roten Chancen. Michaela Polleres (70 kg) absolviert ihr zweites Grand Slam-Turnier nach ihrer langen Pause, drei Wiener sind auch dabei. Die Kämpfe des ersten Tages in der Accor-Arena von Bercy sind schon im Gang, Samuel Gaßner (UJZ Mühlviertel / bis 73 Kilo) ist in der zweiten Runde ausgeschieden.
Gaßner gewann seinen ersten Kampf nach Waza-ari- und Yuko-Führung gegen Arun Kumar (IND) mit Ippon nach 2:04 Minuten, musste sich dann aber dem japanischen Vize-Weltmeister Tatsuki Ishihara (als Nummer 2 gesetzt) ebenso vorzeitig geschlagen geben. Damit schied der einzige am Samstag kämpfende Österreicher leider aus.
Frankreich (2/0/2) war am Samstag die erfolgreichste Nation vor Japan (1/1/4) und Aserbaidschan (1/0/1). Drei weitere Nationen (BRA, KOS, UAE) holten je einmal Gold. Insgesamt sind 488 Judoka aus 78 Nationen an diesen beiden Tagen auf den Tatami der Accor-Arena Bercy.
Am Sonntag muss Bernd Fasching (Galaxy Tigers / bis 81 Kilo) nach einem Freilos noch auf seinen Gegner warten, Klubkollege Movli Borchashvilli (über 100 Kilo) trifft zum Auftakt auf Lokalmatador Amadou Meite (FRA). Und Stephan Hegyi (SC Hakoah / über 100 Kilo) bekommt es in Runde eins mit Kanan Nasibov (AZE) zu tun, gegen den er im November im Semifinale des Grand Prix von Zagreb verlor. Der U23-Europameister hat in Folge das Turnier gewonnen. Snir-Bönisch: „Wenn Stephan sein Potenzial abrufen kann, kann er Nasibov ausschalten.“
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Foto: Samuel GASSNER (blau) bei seinem Erstrundensieg in Paris – @IJF / Emanuel di Feliciantonio
