Gold, Silber und Bronze!

Einen kompletten Medaillensatz – Gold, Silber und Bronze – gab es für Österreich bei der Veteranen-EM in Sarajevo. Der Steirer Julian Rusu gewann die Klasse bis 100 Kilo, Johann Reisinger (NÖ) holte Silber bis 73 Kilo, auch der Wattener Reinhold Kurz (81 kg) und Martin Mairhofer (NÖ / bis 90 kg) standen mit Bronze auf dem Podest. Der Wiener Ernst Leidenfrost (Vienna Samurai) schrammte knapp an der Medaille vorbei – er verlor den Kampf um Bronze und wurde Fünfter bis 90 Kilo.

Schade für Leidenfrost – der 59-jährige Samurai-Judoka gewann gegen Arif Libic (BIH) und im Viertelfinale gegen Oleksandr Ragajew (UKR) jeweils mit Ippon, ehe er sich im Semifinale dem Schweizer Marcel Fürst ebenfalls vorzeitig geschlagen geben musste. Damit stand Leidenfrost im Bronze-Kampf gegen Igor Knysh (UKR), den „Ernstl“ leider mit Waza-ari verlor. Dennoch darf der Eisenbahner, der sich von einer starken Covid-Erkrankung vor zwei Jahren gottlob bestens erholt hat, mit seiner Leistung zufrieden sein. Seine Klasse gewann der Deutsche Nils Petersen, der im Finale Fürst nach Waza-ari-Rückstand mit Ippon bezwang.

Rusu, 57, kam in der Klasse bis 100 Kilo mit zwei Siegen ins Finale, in dem er Egulja Gvasalia (GEO) mit Ippon schlug und sich den EM-Titel holte. Der 60-jährige Reisinger hingegen verlor sein Finale, nachdem er zuvor drei Ippon-Siege bis 73 Kilo gefeiert hatte, gegen den Italiener Marco Gigli ebenfalls vor der Zeit. Und Kurz, mit 65 der älteste unserer drei Medaillengewinner, gewann nach einem Sieg und einer Niederlage seinen Bronze-Kampf gegen Mile Matijevic (BIH) mit Ippon. Eine weitere Bronzemedaille gewann der Niederösterreicher Martin Mairhofer, mit 43 der jüngste unserer bisherigen Medaillengewinner. In seiner Altersklasse bis 90 Kilo schlug er Rosario Luwawa (POR) mit Ippon. Zuvor hatte er zwei Siege und eine Semifinal-Niederlage zu Buche.

Die Burgenländerin Claudia Loos (bis 78 Kilo) wurde Vierte, mit Leidenfrost kamen weitere vier Judoka (alles Nicht-Wiener) auf Rang 5 – Katharina Tez (bis 57 kg), Roland Grohs (bis 73 kg), Karl Hufnagl (bis 60 kg) und Wolf Heistinger (bis 81 kg), Siebente wurden Stephan Prayer (bis 81 kg) und Wolfgang Reis (bis 90 kg). Frankreich holte in den diversen Alters- und Gewichtsklassen nach vier Wettkampftagen 18-mal Gold, Georgien und Deutschland je 13-mal. Österreich kam unter den 35 Nationen (757 Judoka) an die 22. Position.

Nach den Veteranen ist ab Montag in Sarajevo die Kata an der Reihe – auch in der „Form des Judo“ werden in verschiedenen Kategorien die Europameister ermittelt. Wien hat ein starkes Duo dabei: Vanessa Wenzl und Matthias Heinrich (Judoklub Tantano) hatten erst kürzlich bei den Sport Austria Finals in Innsbruck mit ihrem nationalen Titel in der Katame-no-Kata eine gelungene Generalprobe abgeliefert.

Foto: Ernst LEIDENFROST (blauer Judogi) in seinem Bronze-Kampf - @judotv

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