Fünfte – Kathrin eilt Magda schon davon

Rückschlag für Magdalena Krssakova im Kampf um die Olympia-Qualiikation. Während die Wienerin beim Grand Slam in Düsseldorf in der zweiten Runde der Klasse bis 63 Kilo ausschied, wurde ihre interne Konkurrentin um das eine Ticket für Tokio 2020, Kathrin Unterwurzacher, Fünfte. Seinen ersten Grand Slam-Sieg feierte Mathias Czizsek bis 73 Kilo, der Wiener schied aber in der dritten Runde nach guter Leistung aus.

Krssakova (JC Sirvan) bezwang bis 63 Kilo zunächst die Türkin Minel Akdeniz mit Waza-ari, ehe sie der starken Kubanerin Maylin del Toro Carvajal nach 2:09 Minuten mit Ippon unterlag. Damit war Magda draußen, ihre Teamkollegin Unterwurzacher baute hingegen den Vorsprung im IJF-Ranking mit drei Vorrunden-Siegen und den damit verbundenen Einzug ins Semifinale aus. Dort musste sich die Tirolerin aber der japanischen Olympiasiegerin und Vize-Weltmeisterin Miku Tashiro nach 40 Sekunden Ippon geschlagen geben. Im Kampf um Bronze traf Kathrin auf Magdas kubanische Bezwingerin, die sechs Sekunden vor dem Ende mit dem zweiten Waza-ari Bronze holte. Daher „nur“ Platz 5 für Unterwurzacher, die aber im Ranking den Vorsprung auf Krssakova weiter ausbauen konnte.

Mit Auftakt-Niederlagen ausgeschieden auch die beiden Wimpassinger, die heuer noch sieglose Michaela Polleres (bis 70 Kilo) und Lukas Reiter (bis 73 Kilo). In Reiters Gewichtsklasse legte der Wiener Mathias Czizsek abermals eine Talentprobe ab. Der U21-EM-Dritte von den Volksbank Galaxy Tigers schlug nach einem Freilos den Montenegriner Nikola Gardasevic mit Ippon 22 Sekunden vor dem Ende, eher er dem Weßrussen Vadzim Shoka mit Waza-ari unterlag. Sonntag sind in Düsseldorf noch drei Wiener auf der Matte zu sehen: Bis 90 Kilo Oberwart-Sieger Marko Bubanja und sein Galaxy-Klubkollege Johannes Pacher, über 100 Kilo Stephan Hegyi (Hakoah).

Japan holte am Samstag, dem zweiten Tag des Turniers, weitere drei von vier möglichen Goldmedaillen – neben Unterwurzacher-Bezwingerin Tashiro (spätere Siegerin, ließ auch im Finale der Slowenin Tina Trstenjak keine Chance – Foto: IJF) und Chizuru Arai (bis 70 kg) auch Shohei Ono bis 73 Kilo. Der Weltmeister von 2019 schlug den Weltmeister von 2018, Changrim An aus Südkorea, in einem packenden Kampf mit Waza-ari. Von bisher neun ausgekämpften Gewichtsklassen haben die Töchter und Söhne Nippons sechs gewonnen. Chapeau!

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