Sieg mit „Engelszahl“

Beim Final Four im November reichte es zu einem knappen 4:3, in der ersten Bundesliga-Runde 2025 wurde es ein 11:3 – Serienmeister Allianz Kukla Galaxy Tigers startete mit einem Auswärts-Kantersieg gegen Vizemeister LZ Multikraft Wels in die neue Saison. Der neue Legionär, Dilshot Khalmatov (UKR / bis 60 Kilo) feierte mit zwei Ippon-Siegen ein gelungenes Debüt. Nur knapp geschlagen geben musste sich Vienna Samurai – 6:8 bei ESV Sanjindo in Bischofshofen!

Der elfmalige Bundesliga-Champion startete im Welser Budokan mit zwei Legionären. Dem bewährten Moldauer Denis Vieru (kämpfte bis 73 Kilo), der ebenso zweimal klar gewann wie Khalmatov, den Trainer Thomas Haasmann neu in die Mannschaft holte. Die Welser boten mit dem deutschen Schwergewichtler Erik Abramov nur einen Legionär auf, der allerdings im ersten Durchgang Movli Borchasvili mit Ippon schlug. Movli trat zum zweiten Durchgang nicht mehr an. Diese beiden verlorenen Punkte plus einer von Phillip Aust (nach Sieg im ersten Durchgang verlor er im zweiten, allerdings bis 81 statt normalerweise 73 Kilo) sorgten gegenüber den vier Siegen von Khalmatov und Denis sowie je zwei von David Peritsch (bis 66 Kilo) und den beiden anderen aus dem Borchashvilli-Clan, Magamed und Adam Borchashvilli (bis 90 und bis 100 Kilo). Durch die neu geregelte Unterbewertung (100 für Ippon, 10 Waza-ari und 1 für Yuko) ergab sich am Ende bei 11:3 die Punktezahl von 1001 für die Wiener – das ist ja die „Engelszahl“, die eine verheißungsvolle Zukunft bringen soll …

Vienna Samurai hätte dem Final Four-Kandidaten ESV Sanjindo auswärts in Bischofshofen beinahe ein „Haxl“ gestellt oder zumindest einen Entscheidungskampf erzwungen. Nachdem es zur Halbzeit schon 5:2 für die Salzburger gestanden war, kämpften sich die Leopoldstädter im zweiten Durchgang zurück, mussten aber am Ende mit 6:8 ohne Punkt die Heimreise antreten. Stark Oskar Salvi, der bis 60 Kilo seine beiden Kämpfe gewann. Patrick Steinmann, der im ersten Durchgang bis 90 Kilo punktete, versuchte es im zweiten über 100 Kilo, verlor dort aber gegen Michael Niederdorfer. Dafür aber holten Peter Anetshofer (bis 66 Kilo), Zoltan Ambrus (bis 73 Kilo) und Hermann Tschilikin (bis 90 Kilo) in Durchgang zwei die Punkte. Der dritte Wiener Klub, WAT Stadlau, war wegen des Ausscheidens von Flachgau aus der Liga kampffrei.

Männer, 1. Bundesliga, 1. Runde: LZ Multikraft Wels – Allianz Kukla Galaxy Tigers 3:11 (301:1001). Galaxy-Punkte: Khalmatov, Peritsch, Vieru, Magamed und Adam Borchashvilli (je 2), Aust (1). – ESV Sanjindo Bischofshofen – Vienna Samurai 8:6 (732:502). Samurai-Punkte: Salvi (2), Steinmann, Anetshofer, Ambrus, Tschilikin. – Union Burgkirchen/Schwand – UJZ Mühlviertel 6:8 (600:640). WAT Stadlau kampffrei.

1. Judo-Bundesliga

Foto: Der neue Galaxy-Legionär Dilshot KHALMATOV durfte zweimal jubeln - @IJF/Tamara Kulumbegashvili

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