Ein Turnier, zwei Titel

Während beim Kadetten-Europacup der Unter-18-Jährigen im kroatischen Porec zwei der drei Wiener Judoka mit Erstrunden-Niederlagen ausschieden, wurden in der Sporthalle Lieblgasse die Wiener Meister in der Allgemeinen Klasse sowie bei den Unter-21- und Unter-18-Jahrgängen gekürt. Und gleich drei Athleten machten zwei Fliegen auf einen Schlag – sie starteten in zwei Altersklassen und gingen mit zwei Goldmedaillen nach Hause. Ein Turnier, zwei Titel!

Der erst 16-jährige Nikola Gavrilovic, Junior des Judo Club NG-Gründers Vojko Gavrilovic, holte sich die Meistertitel bei der U18 und U21 (jeweils bis 66 Kilo), trat aber bei den „Großen“ (noch) nicht an. „Da hat er noch Zeit“, meinte der Herr Papa. Das gleiche Kunststück gelang Abdullah Ustarchanov (Vienna Samurai), der sowohl bei der Unter 18 als auch im Unter-21-Bewerb in der Klasse bis 55 Kilo Gold holte. Und Mansur Israilov von WAT Stadlau gewann seine beiden Goldenen in der Allgemeinen Klasse (bis 90 Kilo) und in der Unter 21. Israilov war übrigens bei den Erwachsenen der einzige Wiener Meister, der nicht von Vienna Samurai kam. Neben der erfahrenen Fanny Amman (bis 63 kg) sowie den schon in der Bundesliga erprobten Routiniers Clemens Prentner (über 100 Kilo) und Peter Anetshofer (bis 66 Kilo) gab es durch Herman Ivashchenko (bis 73 kg) und Zoltan Ambrus (bis 81 kg) zwei weitere Titel für die Leopoldstädter. Am Sonntag (ab 10 Uhr) geht es für die Knirpse der Altersklassen U10, U12 und U14 um die Medaillen beim Kurt Kucera-Cup, einem Neulingsturnier für höchstens orangefarbene Gurtträger. Übrigens: Niemand wird beim Buffet alte Wurstsemmeln bekommen – was am Samstag übrig blieb, wurde durch Organisationschef Wolfgang Lorenz für die „Gruft“ gespendet (siehe Foto unten). Ein sozialer Zug, den der Wiener Judo-Landesverband nicht zum ersten Mal vollbrachte.

Beim Kadetten-Europacup in Porec musste sich Ismail Colak (SU Karuna Wien) in der Klasse bis 50 Kilo in der ersten Runde dem Israeli Omor Mor Barak mit Ippon geschlagen geben. Die beiden mussten rund sieben Stunden warten, bis sie in dem Teilnehmerfeld von 813 Judoka aus 37 Nationen endlich aufgerufen wurden. Der Finalblock war erst nach 22 Uhr beendet. Ausgeschieden ist leider auch Helin Türk (Vienna Samurai), die in der Klasse bis 52 Kilo mit Daniella Hasid ebenfalls gegen eine Judoka aus Israel (mit Ippon) verlor. Am Sonntag ist in der Klasse über 90 Kilo noch Lukas Angerer an der Reihe. Der erst 16-jährige Galaxy Judo Tigers-Schwergewichtler ist als Nummer 5 gesetzt. Sollte er sich platzieren (1-7), wäre er der erste für die Kadetten-EM (Ende Juni in Skopje) qualifizierte Wiener Judoka. Als einziger Österreicher war am Samstag Stefan Stögmann (Reichraming) als Siebenter bis 66 Kilo platziert.

Foto: Die Wiener Meister 2025 in der Allgemeinen Klasse - @joe 
Organisationsreferent Wolfgang Lorenz brachte am Samstag das nicht verbrauchte Gebäck in die Gruft. Danke an die Fa. Ströck. Foto: @JLV/privat

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