Der Porec-Marathon

Am kommenden Wochenende werden Tausende in Porec an der kroatischen Mittelmeerküste den „Plava Laguna Halbmarathon“ laufen. Einen Marathon gab´s schon am Wochenende – auf der Judomatte beim Kadetten-Europacup der Unter-18-Jährigen. Samstag 14 Stunden, Sonntag auch nicht viel kürzer. Für Österreich gab es keine Medaillen, nur zwei fünfte und einen siebenten Platz. Und die drei Wiener Judoka schieden leider jeweils mit Ippon-Niederlagen in ihren Erstrundenkämpfen aus.

Nachdem schon am Samstag Ismail Colak (SU Karuna Wien / bis 50 Kilo) und Helin Türk (Vienna Samurai / bis 52 Kilo) die Überlegenheit ihrer Gegner anerkennen mussten, ist am Sonntag auch Lukas Angerer (Galaxy Judo Tigers) schon in seinem Auftaktkampf über 90 Kilo ausgeschieden. Der 16-jährige österreichische Doppel-Meister (U18 und U23) verlor gegen den Serben Gal Frangez nach Waza-ari-Führung durch Osaekomi (Festhalter) Ippon. Er musste auf seinen Auftritt aber lange warten. Erst um 16..27 Uhr betrat er die Tatami, fast achteinhalb Stunden nach Beginn der Vorrunden. Am Samstag hatte der Bewerb bis nach 22 Uhr gedauert.

Nach Stefan Stögmann (ASKÖ Reichraming) am Samstag als Siebenter bis 66 Kilo gab es am Sonntag zwei fünfte Plätze. Lorenz Horngacher (WSG Wattens / bis 90 kg) und Michaela Höllwart (ESV Sanjindo / über 70 kg) verloren zwar ihre Bronze-Kämpfe, sicherten sich aber das Ticket für die Kadetten-EM Ende Juni in Skopje. Für die EM ist noch kein Wiener Judoka qualifiziert, eine Chance gibt es noch beim Unter-18-Europacup in Teplice (5./6. April). Erfolgreichste Nation in Porec, wo dem Turnier noch ein zweitägiges Trainingslager folgt, war Polen (4/2/0) vor Ungarn (3/1/2) und Serbien (3/0/2). 813 Judoka aus 37 Nationen nahmen teil – das war wohl auch der Grund für die exorbitante und für alle Beteiligten unzumutbare Turnierdauer – Porec muss in Zukunft wohl an drei Tagen ausgetragen werden.

Vienna Samurai räumt ab

Nachdem Vienna Samurai am Samstag schon fünf von sechs Wiener Meister der Allgemeinen Klasse stellte und es mit der U21- und U18-Meisterschaft auf 8/8/4-Medaillen brachte (gefolgt von WAT Stadlau 4/2/0 und Judo Awiar 2/2/6), räumte der Leopoldstädter Traditionsklub auch am Sonntag beim Kurt Kucera-Cup, einem Turnier für höchstens orange graduierte Neulinge, mit 21 Medaillen (9/5/7) ab. Judo Club NG folgte bei sogar 27 Medaillen (7/13/7), dahinter folgen Yawara-michi (5/7/3), Dinamo Union Wien (4/3/2) und WAT Stadlau (3/3/3). Je zwei Klassensiege holten SU Karuna Wien und JC Sirvan, je einen die Galaxy Judo Tigers, Judoring Wien, De La Salle und die Sportunion Döbling. 143 Judoka aus 15 Vereinen nahmen am Kurt Kucera-Cup teil.

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