Nur ein Ausrutscher

Zwei Wochen nach dem bitteren Erstrunden-Aus beim Heim-Grand Prix in Linz ist der Wiener Judoka Bernd Fasching (Galaxy Tigers) am Samstag beim Grand Slam in Tiflis (GEO) auf Wiedergutmachung aus. „Ich hoffe, Linz war nur ein Ausrutscher“, sagt der 22-Jährige, der bis 81 Kilo – wie in Linz – auf einen Kasachen treffen wird, Carina Klaus-Sternwieser (ASKÖ Reichraming) ist am Freitag ausgeschieden.

Schwer enttäuscht saß er in einer Ecke, war nicht ansprechbar und untröstlich. So viel hatte sich Bernd für das Heimturnier in der Tips-Arena vorgenommen, doch dann, gleich zum Auftakt, das böse Erwachen – Niederlage gegen Vusal Galandarzade (KAZ), das frühe Aus. Nicht, wie 2025 mit Bronze, der Sprung aufs Stockerl, nicht der Ansturm der Fans auf Autogramme, nicht das ORF-Interview nach gewonnener Medaille, Selbst sein Klubtrainer Thomas Haasmann fand in diesem Moment nur schwer Zugang zu seinem Judoka. Aber Rückschläge gehören zu jedem erfolgreichen Sportler, auch zu einem Bernd Fasching.

Jetzt will er in der georgischen Hauptstadt etwas gut machen. Fasching hat aber wieder einen der starken Kasachen zugelost bekommen. Madi Amangeldi heißt der Gegner, ist nur Nummer 127 der Welt und fast 100 Plätze hinter dem Wiener, der klarer Favorit ist. Bei einem Sieg Faschings wären auch die nächsten Gegner „machbar“. Und nach Platz 5 in Paris ist ja die erste Grand Slam-Medaille des „Judoka des Jahres 2025“ das erklärte Ziel für dieses Jahr. Vielleicht klappt es ja schon am Samstag …

Am Freitag, dem ersten Tag des Grand Slam-Turniers in Tiflis, schied Carina Klaus-Sternwieser mit einer Auftakt-Niederlage aus. Die Oberösterreicherin unterlag in der Klasse bis 52 Kilo Hanna Burakova (BLR) mit Waza-ari.

Foto: Bernd FASCHING i Linz - jetzt ist er auf Wiedergutmachung aus - @Judo Austria / Oliver Sellner

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