Neuer „Mister Bundesliga“?

Die Galaxy Judotigers ließen in der 4. Bundesliga-Runde gegen die bisher unbesiegten Judoka von ESV Sanjindo nichts anbrennen, gewannen den Schlager klar mit 10:4 und behielten ihre blütenweiße Weste. Dabei fiel auf, dass David Peritsch bis 66 Kilo wieder zwei Siege landete und gute Chancen hat, heuer der neue „Mister Bundesliga“ zu werden. Die beiden anderen Wiener Klubs bezogen Heim-Niederlagen.

Er steht nicht so im Rampenlicht wie ein Bernd Fasching oder die Borchashvilli-Brothers. Aber David Peritsch ist nicht minder erfolgreich. Die beiden Siege über Michael Hacksteiner beim 10:4 gegen das Team aus Bischofshofen waren schon die Nummer 7 und 8 in dieser Saison. Auch gegen Wels, Stadlau und Mühlviertel hatte der 22-Jährige seine beiden Fights für sich entscheiden können. Noch fehlen David die großen Titel – Vize-Staatsmeister 2023, zweimal (2022 und 2023) österreichischer Unter-23-Meister, vor sieben Jahren (noch im Nachwuchs) Zweiter des Vienna International Open 2018. Und heuer „Mister Bundesliga“ wie vor zwei Jahren sein Klubkollege Fasching? Gut möglich – Peritsch könnte den Titelverteidiger Andreas Tiefgraber (PSV Salzburg) ablösen.

Seine Tigers, bei denen der Olympia-Dritte von Paris, Denis Vieru, auch zwei Siege einführ, ließen ESV Sanjindo keine Chance und setzten sich an der Tabellenspitze fest. Sie dürften der einzige Wiener Klub beim Final Four am 22. November in Gmunden sein, denn die beiden anderen Wiener Teams verloren bei ihrem Heim-Doppel. Vienna Samurai war gegen UJZ Mühlviertel (mit dem Wiener Stephan Hegyi) beim 3:11 chancenlos, beim 6:8 von WAT Stadlau gegen Aufsteiger Burgkirchen/Schwand war es knapp. Die beiden Wiener sind in der Tabelle nur noch vor Flachgau, das ja aus der Bundesliga ausgestiegen ist.

Ergebnisse 1. Männer-Judo-Bundesliga, 4. Runde: Vienna Samurai – UJZ Mühlviertel 3:11 (203:1002, Halbzeit: 1:6).- Punkte: Hermann Tschilikin/-60/2, Clemens Prentner/+100; Laurin Makula/-60/2, Jakob Wiesinger/-73/2, Michael Pröll/-81/2, Benedikt Rechberger/-66, Stephan Hegyi/+100, Nikolas Rechberger/-66, Emil Füreder/+100;

WAT Stadlau – JU Burgkirchen-Schwand 6:8 (421:810, 3:4).- Marton Andrasi/HUN/-60/2, Alex Barto/SVK/-90/2, Saif-Islam Islamhanov/-100/2; Patrick Hinterberger/-66/2, Lukas Reiter/-81/2, Christoph Kronberger/+100/2, Jonathan Gehmayr/-73, Benjamin Gehmayr/-73;

Galaxy Judo Tigers – ESV Sanjindo Bischofshofen 10:4 (625:301, 5:2).– David Peritsch/-66/2, Akraman Gabraliyev/-73/2, Denis Vieru/MDA/-81/2 (Olympia-Dritter Paris), Bernd Fasching/-90/2, Aslan Papoyan/+100/2; Andrea Carlino/ITA/-60/2, Thomas Scharfetter/-100/2.

Tabelle nach vier von 7 Runden (die Top-4 qualifizieren sich fürs Final-Four am 22.11. in Gmunden): 1. Galaxy 8 Punkte (40:16), 2. LZ Multikraft Wels 6 (39:17), 3. ESV Sanjindo Bischofshofen 6(35:21), 4. JU Burgkirchen-Schwand 4 (34:22), 5. UJZ Mühlviertel (28:28), 6. WAT Stadlau 2 (30:26), 7. Samurai 2 (18:38), 6. JU Raika Flachgau 0 (0:56).

Frauen verpassen Final Four

Enttäuschung für das Wiener Frauenteam Vienna Samurai/WAT Stadlau – die Vize-Meisterinnen des Vorjahres verpassen das diesjährige Final Four in Gmunden. Mit den Runden 6 bis 10 in Leibnitz wurde der Grunddurchgang beendet, und es blieb den Wienerinnen „nur“ der fünfte Platz. Entscheidend dürfte wohl das 2:4 gegen ASKÖ Reichraming gewesen sein. Dabei waren die Wienerinnen gut in den Sonntag gestartet: 4:2 gegen Flachgau, 5:1 gegen Team Steiermark, und 3:3 gegen Titelfavorit Leibnitz. Aber mit der Niederlage gegen Reichraming und einem 1:5 gegen Mühlviertel war der Traum vom Final Four ausgeträumt. Am Ende fehlte mit 9 Punkten ein einziger zur Final-Qualifikation. Leibnitz (19 Punkte) gewann den Grunddurchgang vor Titelverteidiger Mühlviertel (15), Reichraming (11) und Flachgau (10).

Foto: Acht Kämpfe, acht Siege - so hat David PERITSCH (links) Chancen auf den Titel "Mister Bundesliga 2025" - @Judo Austria / Oliver Sellner   

Ähnliche Beiträge

  • Zwei heiße Liga-Duelle

    Am Wochenende gibt es zwei heiße Liga-Duelle. Freitag empfängt in der 1. Bundesliga Meister Volksbank Galaxy Tigers die Judo-Union Flachgau, am Samstag kommt es zur Titelentscheidung in der 2. Liga – WAT Stadlau kann mit einem Siueg über die WSG Wattens den Titel holen und in die 1. Liga aufsteigen. Drücken wir die Daumen! Galaxy…

  • Schlager ohne Konsequenz

    Die Galaxy Tigers gegen Wels – ein absoluter Schlager in der Judo-Bundesliga. Einmal haben die Oberösterreicher beim Final Four dem Serienmeister aus Wien den Titel abgeknöpft. Im Grunddurchgang ist es zwar auch ein Spitzenduell, aber eines ohne wirkliche Konsequenz. Denn, davon geht man aus, beide werden heuer den Einzug in die Finalrunde schaffen. Judo vom…

  • Machtdemonstration

    Die Neuauflage des Finalkampfes 2018 in der 1. Judo-Bundesliga, Volksbank Galaxy Tigers gegen Wimpassing Sparkasse, endete Freitag Abend in der Südstadt mit einer Machtdemonstration der Wiener – die Tigers gewannen mit 11:3 und behaupteten auch nach der 6. Runde die Tabellenführung souverän. Da war gar nicht mehr entscheidend, dass Galaxys Legionär Lukas Krpalek (Olympiasieger und…

  • Alle gegen einen

    Einer gegen alle, alle gegen einen – dieser historische Spruch des alten Römers Titus Livius trifft auch auf das Final Four der Judo-Bundesliga am Samstag im Raiffeisenpark Gmunden zu. Denn bei den Männern kämpft Serienmeister Galaxy Judo Tigers gegen die drei anderen, und die drei anderen wollen endlich die Serie der Wiener stoppen. Alle haben…

  • Geschlagen – aber noch nicht entthront

    Der Serienmeister wurde geschlagen, ist aber noch lange nicht entthront – die Volksbank Galaxy Judo Tigers verloren zwar bei der Vorrunde der 1. Bundesliga am Samstag in Leonding den letzten Kampf gegen ESV Sanjindo Bischofshofen nach einer 2:0-Führung noch 3:4, qualifizierten sich aber dank Erfolgen über UJZ Mühlviertel (5:2) und Dynamic One (6:1) dennoch für…

  • „Last Facts“ zum Final Four

    Eine mit 2.000 Fans prallvoll gefüllte Gmundner Sporthalle, heuer erstmals acht Teams, Hochspannung bei Frauen und Männern – das bringt am Samstag (13 Uhr Abwaage, 14.30 Uhr Semifinale, 19.15 Frauen-Finale und 20.15 Uhr Männer-Finale / live in ORF Sport+) das letzte große Judo-Spektakel des Jahres – das Bundesliga-Final Four. Mit zwei Wiener Teams: Bei den…