Kurzer Prozess

Zwei Goldene für Österreich gab es am ersten Tag der Veteranen-EM in Riga. Der Tiroler Reinhold Kurz (WSG Wattens / Klasse M7 bis 81 kg) machte kurzen Prozess und holte mit drei Siegen seinen zweiten EM-Titel nach 2023, der Steirer Julian Rusu (ASKÖ Bit Bull Graz) feierte einen Hattrick: Viertes EM-Gold (M6 bis 100 Kilo) mit drei Titelgewinnen in Serie! Für den Wiener Ernst Leidenfrost (Vienna Samurai) lief es diesmal nicht wie erhofft: Zwei Niederlagen in der Klasse M7 (bis 90 Kilo) und damit ausgeschieden.

Leidenfrost hatte gegen den Franzosen Marc Dezeuze keine Chance und verlor nach Waza-ari und Yuko mit Ippon. In der Trostrunde musste sich der Leopoldstädter Giorgio Primo (ITA) im Golden Score geschlagen geben. Damit hatte der 60-Jährige WM-Dritte des Vorjahres leider keine Chance mehr auf eine Medaille, die er schon 2024 als EM-Fünfter knapp verfehlt hatte. „Wie ich vorher gesagt habe – es kommt viel auf die Tagesverfassung an. Und die war heute nicht optimal“, nahm es „Ernstl“ gelassen. Sein Klubkollege Patrick Steinmann und Galaxy-Judoka Krisztian Kerschner waren noch nicht dran.

Für die rot-weiß-roten Highlights am Donnerstag sorgten Kurz und Rusu. Der Tiroler setzte sich in seinem Finale gegen Christian Figari (ITA) ebenso mit Ippon durch wie der seit zwei Jahren in Graz lebende Ex-Rumäne, der in seinem Endkampf Lokalmatador Mihalis Zakolapins (LAT) schlug. Zu den beiden Goldenen gab es noch eine Silbermedaille für den Pinzgauer Alfons Schussmann (M8/über 100 kg). Jeweils Fünfte wurden die Niederösterreicher Karl Hufnagl (M7/bis 66 kg) und Wolf Heistinger (M7/bis 81 Kilo). Frankreich (10/8/12) führt die Medaillenwertung vor Deutschland (6/5/9) und Spanien (3/1/4) an. Österreich (2/1/0) ist Sechster unter den 37 teilnehmenden Nationen.

Foto: Reinhold KURZ (weiß) holte seinen zweiten EM-Titel bei den Veteranen - @privat

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