Heute ist Welt-Judotag

Am 28. Oktober 1860 wurde jener Mann geboren, dem wir unsere moderne Sportart Judo zu verdanken haben – Jigoro Kano, (natürlich) ein Japaner. Nicht zuletzt deshalb ist dieser Tag der weltweit ausgerufene „Tag des Judosports“. Der Wiener Judo-Verband hat schon in der Vorwoche, weil derzeit Herbstferien sind, eine Aktionswoche veranstaltet, in der bei den Vereinen Schnuppertrainings möglich waren. Und zum besonderen Anlass hat auch IJF-Präsident Marius L. Visser (@IJF), offiziell übrigens Österreicher, eine Grußbotschaft abgegeben.

Liebe Judofamilie. In diesem Jahr rückt der Weltjudo-Tag das Thema Wohlbefinden in den Mittelpunkt, ein Konzept, das alle Aspekte unseres Lebens berührt, auf der Tatami, aber auch außerhalb des Dojos“, beginnt Visser seine Grußworte. Und weiter: „Der Fokus auf das Wohlbefinden ist in der heutigen Welt, in der psychische Gesundheitsprobleme, soziale Isolation und sitzende Lebensweise zunehmen, besonders relevant. Die COVID-19-Pandemie, anhaltende Konflikte und gesellschaftliche Veränderungen haben noch verstärkt, wie wichtig es ist, sowohl der psychischen als auch der körperlichen Gesundheit Vorrang einzuräumen. Judo mit seinem ganzheitlichen Ansatz, Geist und Körper zu trainieren, um den Menschen zu helfen, bessere Bürger zu werden, dient als Wegweiser für die Bewältigung dieser Herausforderungen.

Durch die Fokussierung auf verschiedene Aspekte des Wohlbefindens – körperlich, geistig, emotional und sozial – stärkt Judo seine Rolle nicht nur als Sport und Kampfkunst, sondern auch als eine Praxis, die unsere allgemeine Lebensqualität verbessert. Körperliches Wohlbefinden (Judo als Katalysator für Gesundheit, aktiven Lebensstil und Flexibilität); Geistiges und emotionales Wohlbefinden (Judo als Wegbereiter für Gleichgewicht, Belastbarkeit, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen);

Soziales Wohlergehen (Judo fördert Respekt, gegenseitige Hilfe, Gemeinschaftsgefühl und Inklusivität). Das diesjährige Thema begleitet und ermutigt Judo-Praktizierende, ihr Training als mehr als nur einen Sport zu betrachten, sondern als einen Weg zu umfassendem Wohlbefinden, der ihnen hilft, stärker, widerstandsfähiger und stärker mit ihren Gemeinschaften verbunden zu werden.

Viele Judopraktizierende finden durch ihr Training ihre Balance und Harmonie. Egal, wie sich der Tag entwickelt – ob voller Triumphe oder Herausforderungen, das Betreten des Dojos bietet ein Gefühl der Erneuerung, und Sie verlassen das Dojo immer mit einem Gefühl der Aufmunterung und Ausgeglichenheit als bei Ihrer Ankunft, mit einer neuen Perspektive. Für die meisten wird das Dojo zu einem zusätzlichen Zuhause, zu einem Raum des Dialogs, und der Judoclub oder das Judoteam fühlt sich wie eine zusätzliche Familie an. Egal, ob du ein Judoka, Trainer, Schiedsrichter, Elternteil, Großelternteil oder Funktionär bist, jeder findet seinen Platz und fühlt sich zugehörig. Indem du am Judotraining teilnimmst und dessen positive Auswirkungen erlebst, verbesserst du nicht nur dich selbst, sondern erhebst auch deine Umgebung und gibst diese neue Energie an die Menschen um dich herum weiter. Dieses gemeinsame Wachstum stärkt die gesamte Gemeinschaft und schafft einen Raum, in dem jeder Einzelne zum kollektiven Geist der Harmonie und Unterstützung beiträgt.

Am Weltjudo-Tag, dem 28. Oktober, ist die Judo-Gemeinschaft aufgerufen, darüber nachzudenken, wie ihre Praxis weiterhin eine Kraft für persönliches Wachstum, psychische Gesundheit, Verbundenheit und sozialen Beitrag sein kann – eine perfekte Verkörperung von Jigoro Kanos Vision für Judo als Lebensweise.

Happy World Judo Day!“ Marius L. Visser – IJF Präsident

Sonstige News

Kadetten-Europacup (U18) Koper: Leider konnte sich keine(r) der 13 rot-weiß-roten Judoka, darunter auch einige Wiener, platzieren. Bei dem Turnier, an dem 513 Athleten aus 26 Ländern teilnahmen, war Gastgeber Slowenien (3/2/1) erfolgreichste Nation vor Kroatien (3/1/4) und Serbien (2/3/1).

European Open Sarajevo: Auch bei diesem Turnier mit 161 Judoka aus 23 Ländern (ohne Österreich) war Slowenien /2/1/2) führend. Dahinter kamen Spanien (2/1/1) und Serbien (1/5/4) auf die Ehrenplätze. Beim nächsten European Open in Rom (9./10. November) plant der Wiener Stephan Hegyi sein internationales Comeback.

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