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Gigantenduell 1:1

Die 1. Bundesliga bot am Samstag beim Drittrunden-Duell Galaxy Tigers gegen das ASKÖ Combat Center (9:5) in der Wiener Kurt-Kucera-Halle das Beste, was es derzeit im heimischen Männer-Judo geben kann: „Altmeister“ Shamil Borchashvili gegen „Jungstar“ Bernd Fasching (bis 90 Kilo). Und das „Gigantenduell“ des Olympia-Dritten von 2021 mit dem 22-jährigen Wiener endete 1:1. Schon am Freitag hatte die Wiener Kampfgemeinschaft JBLV Samurai/Stadlau mit dem 8:6 bei Burgkirchen/Schwand den zweiten Auswärtssieg der Saison gefeiert.

Galaxy-Coach Thomas Haasmann hatte vor Beginn der Begegnung gemeint, „dass es heute schwieriger wird als beim 10:4 gegen Multikraft Wels“. Der 64-Jährige sollte Recht behalten. Zwar stand es zur Halbzeit komfortabel 5:2 für den Meister, auch weil die beiden Leichtgewichte ihre Kämpfe gewonnen haben. Die mussten sich allerdings im zweiten Durchgang geschlagen geben. Der erst 16-jährige Sergios Samartzidis, der im ersten Kampf bis 60 Kilo den slowenischen Legionär Gal Blazic nach über acht Minuten mit dem dritten Shido (Hansokumake) bezwungen hatte, verlor den zweiten abermals im Golden Score trotz heroischem Kampf – 1:1 in zwei Fights, die gesamt mehr als 14 Minuten netto dauerten. Auch Andreas Prokop, der bis 66 Kilo im ersten Durchgang Abdul-Rahman Idigov ipponisiert hatte, verlor den zweiten (Waza-ari). Den letztlich entscheidenden achten Punkt machte im vorletzten Kampf des Abends Magamed Borchashvilli bis 81 Kilo.

8:6 oder 9:5 für die Tigers. Für Fasching war Revanche angesagt, denn der Grand Slam-Zweite von Dushanbe hatte in ersten Duell mit dem Olympia-Dritten mit Ippon verloren. Es war ein heißes Duell mit Borchashvili, das durch eine Aktion erst nach dem Video-Check entschieden wurde. Ippon für Ko-uchi-gari zugunsten Faschings – die Oberösterreicher sahen es anders, sie reklamierten einen Sumi-gaeshi ihres Star-Judoka. Aber der Ippon für die Galaxy Tigers wurde bestätigt, damit 9:5.

Zaungast und „Spion“ bei diesem Bundesliga-Kampf war auch Benedikt Safer, der sich als Betreuer von Samurai/Stadlau über den 8:6-Sieg von Freitag auswärts gegen Union Burgkirchen/Schwand freute, aber immer noch dem Heim-6:8 in Runde zwei gegen Sanjindo Bischofshofen nachweint. „Jetzt brauchen wir einen Sieg gegen einen der vermeintlichen Großen – denn unser Ziel ist das Final Four“, sagt Safer. Nächster Gegner daheim ist in zwei Wochen LZ Multikraft Wels.

Erste Bundesliga Männer, 3. Runde: Galaxy Tigers – ASKÖ Combat Center 9:5, Union Burgkirchen/Schwand – JBLV Samurai/Stadlau 6:8, UJZ Mühlviertel – LZ Multikraft Wels 6:8, Sanjindo Bischofshofen – JC Raika Pinzgau 9:5. – Tabelle (nach 3 Runden): 1. Galaxy (6 Punkte), 2. Sanjindo (6), 3. Wels (4), 4. Samurai/Stadlau (4), 5. Combat Center (3), 6. UJZ (2), 7. Burgkirchen/Schwand (0), 8. Pinzgau (0).

15 Titel für Vienna Samurai

Bei den Wiener Nachwuchs-Landesmeisterschaften (U10/U12/U14/U16) holten die „Mattenfüchse“ von Vienna Samurai nicht weniger als 15 Titel und führen die Gesamt-Medaillenbilanz (15/14/18 – insgesamt also 47 Medaillen!) klar an, gefolgt von Judo AWIAR (8/5/7), Judo Club NG (7/7/6), Ratiborets (6/2/2), WAT Stadlau (4/3/8), Dinamo Union Wien (3/5/4), Yawara-michi (2/4/3) und SU Karuna Wien (2/1/1). Je einen Klassensieg gab es für WAT Hernals, Polizei SV Wien und JC Sirvan. Insgesamt tummelten sich 216 Judoka aus 14 Vereinen auf den drei Matten. Sonntag starten die Unter-18-Jährigen um 9 Uhr, die Unter 21 beginnt um 10.45 Uhr, die Allgemeine Klasse und Veteranen sind ab 12.30 Uhr angesetzt.

Frankreich weiter vorn

Am zweiten Tag des Grand Slam-Turniers in Astana (KAZ), übrigens ohne Österreich, behauptete Frankreich die führende Position. Für die Tricolores gab es in der Klasse bis 70 Kilo Gold für Clemence Eme, die im Finale die deutsche Olympia-Zweite von Paris 2024, Miriam Butkereit, bezwang. Hinter Frankreich (3/1/0) folgen die Mongolei (2/1/2) und Russland (1/2/3). Drei weitere Länder (KAZ, NED, UZB) trugen sich bisher in die Siegerlisten ein.

Foto: Das "Gigantenduell" Bernd FASCHING (blau) gegen Shamil BORCHASHVILI endete 1:1 - @joe

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