EM: Laura is back

Während die zweifache Olympia-Medaillengewinnerin Michaela Polleres (JC Wimpassing / bis 70 Kilo) und auch der Olympia-Dritte von Tokio, Shamil Borchashvili (LZ Multikraft Wels / bis 81 Kilo) passen, kehrt die drei Monate verletzt gewesene Laura Kallinger (Judoring Wien / bis 57 Kilo) bei der EM in Podgorica (23. bis 27. April) ins rot-weiß-rote Team zurück! Sieben der 16 österreichischen EM-Starter kommen aus Wien.

Laura is back! Die 22-Jährige, Tochter der früheren Nationalteamkämpferin Sandra Kallinger, hat ihr letztes Turnier Mitte November bestritten, als sie bei der Unter-23-EM in Pila (POL) den Bronze-Kampf verlor und Fünfte wurde. Im Jänner, beim OTC (Olympic Trainings Camp) in Mittersill, zog sich Laura eine Schulterverletzung zu, die eine längere Pause bedeutete. So wird Kallinger bei der EM in vier Wochen ihr Comeback auf der Matte feiern.

Neben Laura wurden noch weitere sechs Wiener Judoka nominiert: Bei den Frauen Jacqueline Springer (Vienna Samurai), die zuletzt beim Heim-Grand Prix in Linz als Siebente bis 48 Kilo anschreiben konnte, bzw. bei den Männern der WM-Siebente und Linz-Bronzene Bernd Fasching sowie der „Brüder-Clan“ mit Magamed (beide bis 81 Kilo), Adam (bis 100 Kilo) und Movli Borchashvilli (über 100 Kilo / alle Allianz Kukla Galaxy Tigers), dazu im Schwergewicht noch Stephan Hegyi (SC Hakoah).

„Mindestens eine Medaille!“ Dieser Slogan von ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch gilt auch für die diesjährige EM in der Hauptstadt Montenegros. Der Vorjahres-Dritte Shamil Borchashvili kann seine Bronzene nicht verteidigen, weil sein verletzter Ellbogen einen Start noch nicht zulässt. Und Polleres, die immer und in jedem Turnier für eine Medaille gut ist, sieht sich nach ihrer längeren Pause und verspäteten Rückkehr ins Training „noch nicht in der Lage, eine EM zu bestreiten“. Von Lubjana Piovesana (LZ Hohenems), der Olympia-Fünften von Paris bis 63 Kilo, darf man sich nach ihrem privaten Schicksalsschlag (Bruder) nicht erwarten, dass sie schon bei vollen Kräften sein wird. Und Junioren-Weltmeisterin Elena Dengg (ESV Sanjindo / bis 70 Kilo), die in Linz unglücklich ausschied, ist derzeit leicht blessiert. So liegt die Last wohl vornehmlich auf Fasching, dem zuletzt sehr starken Mühlviertler Samuel Gaßner (Bronze beim Grand Slam in Tiflis und Fünfter beim Grand Prix in Linz, jeweils bis 73 Kilo) und vielleicht Hegyi, der schon zweimal auf dem bronzenen EM-Podest gestanden ist. Wenn nicht gleich wieder der Ukrainer Yakiv Khammo als Gegner kommt …

Österreichs EM-Team: Frauen (7), -48 kg: Jacqueline Springer (Vienna Samurai/W), -57: Verena Hiden (SU Noricum Leibnitz/ST), Laura Kallinger (Judoring/W), -63: Lubjana Piovesana (LZ Hohenems/V), Lisa Tretnjak (SU Noricum Leibnitz/ST), -70: Elena Dengg, +78: Maria Höllwart (beide ESV Sanjindo Bischofshofen/S). – Männer (9), -60: Vache Adamyan (UJZ Mühlviertel/OÖ), Daniel Leutgeb (LZ Multikraft Wels/OÖ), -66: Marcus Auer (JC Premstätten/ST), -73: Samuel Gaßner (UJZ Mühlviertel/OÖ), -81: Magamed Borchashvilli, Bernd Fasching, -100: Adam Borchashvilli, +100: Movli Borchashvilli (alle Allianz Kukla Galaxy Tigers/W), Stephan Hegyi (S.C. Hakoah/W).

Foto: Die Wienerin Laura KALLINGER kehrt bei der EM auf die Matte zurück - @EJU / Gabi Juan 

Ähnliche Beiträge

  • 35 Prozent mehr um die Titel

    174 Judoka aus 40 Vereinen und acht Bundesländern (nur Kärnten fehlt) haben für die Staatsmeisterschaften am Wochenende in Eferding genannt – das sind um 35 Prozent mehr Judoka als 2022 bei den Titelkämpfen in Weiz. Einige Details rund um die Meisterschaft, bei der es um Gold, Silber und Bronze geht (@ÖJV/Oliver Sellner), sind nachstehend zusammengefasst….

  • Vor 10 Jahren: Triumph bei der Heim-EM

    Heute vor zehn Jahren, am 22. April 2010, feierte Österreichs Judosport am Eröffnungstag der Heim-EM im Wiener Dusika-Stadion einen sportlichen Triumph! Zwei Silbermedaillen durch Ludwig Paischer und Sabrina Filzmoser und Bronze durch Andi Mitterfellner. Sogar die „Krone“ widmet diesem Ereignis heute einen großen Beitrag (siehe Bild). In Zeiten, wo wir nicht Judo auf der Matte…

  • Karunas Tausendsassa

    Der bevorstehende Grand Prix in Linz (6. bis 8. März) ist zwar Österreichs bedeutendstes Judo-Event, aber das Preisgeld-Turnier der SU Karuna Wien am kommenden Wochenende das mit 1087 Startern aus 165 Vereinen und 19 Ländern das bestbesetzte – über tausend auf der Matte, und ein Tausendsassa daneben! Henrik Schwam ist der Organisator und erzählt, wie…

  • Der Stress des Henrik S.

    Fast 700 Nachwuchs-Judoka aus 22 Ländern tummelten sich am vergangenen Wochenende in der Kurt Kucera-Halle beim „Internationalen Preisgeld-Turnier“ der Sportunion Karuna Wien auf sechs Matten. Danach gab es noch ein zweitägiges Trainingslager. Während beim Upper Austria-Grand Prix nächste Woche in Linz ein breit aufgestelltes Organisationskomitee für den möglichst reibungslosen Event-Ablauf sorgt, lag es in Wien…

  • Lignano-„Invasion“

    Am Wochenende vor der EM der „Großen“ in Tiflis (GEO) messen noch einmal die Junior(innen) die Kräfte – beim Unter -21-Europacup in Lignano wird es eine rot-weiß-rote „Invasion“ geben. Nicht weniger als 37 ÖJV-Judoka wurden für das Turnier an der italienischen Adria-Küste genannt. Mit sechs Wienern, darunter Leonie Bayr, die zuletzt beim Europacup in Posen…

  • Südkorea ist die Nummer 1 in Asien

    Während Europa seine besten Judoka erst nächste Woche in Lissabon kürt, fanden die Asien-Meisterschaften schon in dieser Woche in Bischkek (Kirgistan) statt. Bemerkenswert: Südkorea, und nicht Japan, war mit 4mal Gold, 5mal Silber und 8mal Bronze die überragende Nation dieser Titelkämpfe vor Usbekistan und China (je 3/2/5) sowie Japan (3/1/0). Allerdings fehlten bei den Japanern…