AUT ist leider out

Aus dem erhofften „Super-Montag“ bei der Judo-WM in Budapest wurde ein „Super-Gau“ – AUT ist nach vier WM-Tagen leider out. Die Olympia-Fünfte Lubjana Piovesana (bis 63 Kilo) überstand nur eine Runde, die 81-Kilo-Judoka Shamil Borchashvili und der Wiener Bernd Fasching schieden schon in Runde 1 aus.

Den Anfang machte Fasching (Galaxy Tigers / bis 81 kg) gegen Nugzari Tatalashvili (UAE). Der WM-Siebente des Vorjahres, der heuer Dritter beim Heim-Grand Prix in Linz geworden war und seither nicht mehr seine Form halten konnte, verlor mit Waza-ari und schied damit ebenso in seinem Auftaktkampf aus wie vor ihm Daniel Leutgeb (bis 60 Kilo) und Samuel Gaßner (bis 73 kg). Und danach Borchashvili, der gegen Ex-Weltmeister Matthias Casse (BEL) nichts von seinem angekündigten Feuer auf die Maate zeigte und durch Hansokumake (also durch Disqualifikation / 3 Shidos) vorzeitig verlor.

Piovesana, die bis 63 Kilo ein Freilos hatte, gewann nur ihren ersten Kampf gegen Dali Liluashvili (IJF) mit Yuko nach 15 Sekunden im Golden Score. Danach setzte es im Achtelfinale gegen die Mongolin Gankhaich Bold eine Yuko-Niederlage. Damit war das Ausscheiden von Lulu“, die Dienstag privat nach England fliegt, besiegelt. Die ÖJV-Bilanz nach vier WM-Tagen ist ernüchternd: Sechs Kämpfe, nur ein Sieg bei fünf Nierlagen, keine Platzierung. Ob es am Dienstag Thomas Scharfetter (bis 90 Kilo) bzw. Elena Dengg (bis 70 Kilo / beide ESV Sanjindo) besser machen? Hoffentlich!

Japan holte die vierte WM-Goldene – Haruka Kaju schlug im 63-Kilo-Finale Catherine BeaucheminPinard (CAN). Bei den Männern bis 81 Kilo gab es im logischen Goldkampf eine Wachablöse! 2025-Europameister Timur Arbuzov (IJF) löste den dreifachen Weltmeister Tato Grigalashvili mit einem Ippon-Sieg nach 3:42 Minuten im Golden Score an der Spitze ab.

Nach vier Tsgen führt Japan (4/1/3) überlegen in der Medaillenwertung vor Frankreich (1/1/1), Georgien (1/1/0), dem IJF-Team (1/0/1) und Italien (1/0/0). Zur Dominanz der Japaner: Sie holten bisher so viele Titel wie die vier anderen zusammen …

Foto: Große Enttäuschung für "Lulu" PIOVESANA (weiß) bei der WM- @ÖJV/Oliver-Sellner

Ähnliche Beiträge

  • Die Mixed-Sensation

    Das ist wohl DIE Sensation dieser Judo-WM schlechthin! Weder Japan, das seit Einführung des Mixed-Bewerbs 2018 IMMER Gold geholt hatte, noch der zweifache Olympiasieger Frankreich, der IMMER Zweiter war, standen im Finale der letzten Entscheidung in Budapest! Georgien holte mit einem 4:1 gegen Südkorea Gold! Österreich verlor in der ersten Runde – wie erwartet –…

  • „Lulu“ auf Rang 7

    Am zweiten Tag des Grand Slam-Turniers in Abu Dhabi gab es für das dezimierte ÖJV-Team die erste Platzierung – Lubjana „Lulu“ Piovesana (LZ Hohenems) wurde in der Klasse bis 63 Kilo Siebente. Magamed Borchashvilli (Galaxy Tigers) schied in der Klasse bis 81 Kilo aus. Am Sonntag sind noch zwei rot-weiß-rote Judoka im Einsatz. Piovesana gewann…

  • Carina verfehlt Bronze

    Schade! Gleich am ersten Tag der Unter-21-EM in Bratislava hatte Österreich die erste Medaillenchance – aber Carina Klaus-Sternwieser (ASKÖ Reichraming) schrammte im Bronze-Kampf der Klasse bis 52 Kilo gegen die Ungarin Reka Szabo mit einer Ippon-Niederlage im Golden Score am Podest vorbei und wurde Fünfte. Am Freitag steigt auch die einzige Wienerin im vierköpfigen ÖJV-Aufgebot…

  • |

    Keine Überraschung

    Zweimal die Kärntner Bruder Martin und Philipp Hinteregger, einmal das Wiener Duo Vanessa Wenzl und Matthias Heinrich – die österreichischen Kata-Titelkämpfe in Innsbruck brachten durchwegs Siege der favorisierten Judoka. Die Meisterschaften wurden im Rahmen der „Sport Austria Finals“ in der Olympia-World der Tiroler Landeshauptstadt ausgetragen, die Siegerehrung fand vor dem Landestheater Innsbruck statt. Ein schöner…

  • Leistungssport trifft Schulsport

    Unter dem Motto „Leistungssport trifft Schulsport“ besuchten Jaqueline Raab und Marcel Ott die Judokids in der VS Wulkaprodersdorf. 29 der insgesamt 84 Schulkinder besuchen einmal wöchentlich das vom Elternverein angebotene Judotraining mit Rudi Eitelberger. Die Anspannung war groß und Jung und Alt waren vom Training begeistert. So macht Judo Spaß!