Als „Manager“ ist der Thommy entspannter

Im Sommer, anlässlich seines 60. Geburtstages, hatte er seinen Rückzug als Chefcoach seiner Volksbank Galaxy Tigers angekündigt – aber Thomas Haasmann wird auch am Samstag beim Bundesliga Final Four in Gmunden wieder am Mattenrand stehen, seine Tigers anfeuern und coachen. Sein designierter Nachfolger Gabor Geier hingegen wird nochmals auf die Matte steigen und versuchen, den neunten Titel seit 2011 an Land zu ziehen. Im Semifinale treffen die Galaxy-Judoka auf die Judo-Union Pinzgau, im Finale (ab 17.30 Uhr LIVE in ORF Sport+) würde der Sieger aus Multikraft Wels gegen ESV Sanjindo Bischofshofen warten.

Haasmann ist seit Jahren als Erfolgstrainer und zuweilen Heißsporn bekannt – als „Manager“ ist der Thommy aber sichtlich entspannter. „Ich muss mich um alles kümmern, Sportler vom Flughafen abholen, ein Hotel für sie organisieren, mich um die Corona-Tests kümmern, und, und, und“, sagt Haasmann. Der in bezug auf das Final Four aber sagt: „Ippon hin, Ippon her – ich hab ganz andere Probleme – etwa mit meinem Fitness-Center und der Pandemie.“ Das ist freilich nachvollziehbar. Da relativieren sich auch sportliche Erfolge.

Dennoch will „Haasi“ seinen neunten Titel. Nachdem es vor zwei Jahren (2020 gab es keine Bundesliga) in Wels ein 9:7 nach Verlängerjung gegen die Welser gegeben hatte. Nach 7:7 und gleicher Unterbewertung mussten drei Stichkämpfe ausgelost werden (best of three), Galaxy gewann die ersten beiden und stand mit 9:7 abermals als Meister fest. Der dritte Kampf wurde dann gar nicht mehr ausgetragen. Hier läge also noch ein „Spannungs-Potenzial“ drin. „Darauf kann ich verzichten“, so Haasmann, der sowieso Wels – mit dem Olympia-Dritten Shamil Borchashvili – favorisiert. „Die haben vier Judoka in ihren Reihen, die schon Olympia-Medaillen gemacht haben. Wir haben aber auch Krpalek.“

Lukas Krpalek (@IJF) – das ist jener tschechische Judoka, der 2016 in Rio bis und heuer in Tokio über 100 Kilo olympisches Gold holte, der 2014 bis und 2019 über 100 Kilo Weltmeister wurde und der auch noch dreimal EM-Gold zuhause hat. Er ist DER Superstar dieses Final Four, hat ja auch schon vor zwei Jahren zum Titel der Tigers entscheidend beigetragen. „Er kommt nur, wenn ich ihn anrufe“, sagt Haasmann, der auf den ÖJV etwas böse ist. „Lukas wollte Frau und Kinder mitnehmen, die dürfen aber nicht in die Halle“, klagt Haasmann. Dort sind nämlich keine Zuschauer zugelassen, nicht einmal Medien. Damit müssen wir aber in Zeiten wie diesen leben …

Die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Final Four:

Datum:Samstag, 20. November 2021
Zeitplan:12:45 Uhr: Team-Vorstellung
13:00 Uhr: Semifinale:
Volksabank Galaxy Tigers – Judo UNION RAIKA PInzgau
LZ Multikraft Wels – ESV Sanjindo
(im Live-Stream)
17:30 Uhr: Finale (Live auf ORF Sport+)
Ort:Volksbank-Halle Gmunden

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