Bronze bejubelt, aber keine U21-Medaille

Während sich die Stadt Wels offiziell von der Wettkampf-Ära von Sabrina Filzmoser verabschiedete und den olympischen Bronze-Gewinner Shamil Borchashvili bejubelte (siehe Bild), gab es beim Junioren-Europacup in Udine für Österreich keine Medaille. Der Wiener Movli Borchashvilli (Volksbank Galaxy Tigers) wurde in der Klasse über 100 Kilo ebenso Siebenter wie Lisa Grabner (Wimpassing/bis 57 Kilo).

In Wels hingegen wurde mit Blasmusik und Band gefeiert. Die hohen Herrschaften der Politik waren gekommen, um sich einerseits bei „Sabsi“ für eine großartige Karriere zu bedanken und sich andererseits mit dem ersten Olympia-Medaillengewinner aus Wels zu präsentieren. Gesehen wurden ÖJV-Präsident Martin Poiger (der übrigens wie Sabrina nicht auf die Nennung des Doktor-Titels erpicht ist) und sein Sportdirektor Markus Moser, ÖJV-Vize Hans Peter Zopf, OÖ-Landesverband-Präsident Gerald Eidenberger, Trainer wie der Welser Coach Manfred Dullinger und Landestrainer Klaus Peter Stollberg, sowie Herta und Josef „Pepi“ Reiter, der bisher (1984 in Los Angeles) der einzige olympische Judo-Medaillengewinner aus Oberösterreich war. 37 Jahre danach kam der Mann, der vor etwa 15 Jahren mit seiner Familie aus Tschetschenien geflüchtet war und jetzt stolz ist, für Österreich olympisches Bronze geholt zu haben. Und noch jemand wurde in Wels gesichtet- Edith Simon aus Wien, die Weltmeisterin von 1980 und zweifache Europameisterin, die derzeit bei ihrer Freundin Herta urlaubt.

Herta Reiter, Edith Simon und Pepi Reiter waren bei der Ehrung in Wels dabei – Alle Fotos: @joe

Die Ergebnisse aus Udine und Fotos findet ihr hier.

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