Nachwuchs-Training mit Perspektiven

Die World Tour funktioniert auch in der Corona-Pandemie, EM und WM sowie Olympia werden stattfinden – aber was ist mit den vielen Nachwuchs-Judoka? In der Karwoche gab es zwei ÖJV-Trainingslager in St. Johann im Pongau, bei denen auch die Wiener Judoka stark vertreten waren. Zuerst die Unter 16-Jährigen (Bild oben), dann die U18. Wiens Schülerreferent Gabor Geier zog eine positive Bilanz. „Wir haben unter den vorgegebenen und von allen strikt eingehaltenen Sicherheitsmaßnahmen gute Trainingseinheiten abhalten und den jungen Judoka auch Perspektiven geben können.“ Nachdem im Vorjahr alle internationalen und nationalen Meisterschaften wegen der Virusplage abgesagt werden mussten, sollen heuer und schon bald die österreichischen Nachwuchs-Titelkämpfe über die Matte gehen. Und nicht nur dafür wurden die beiden Altersgruppen-Kader vorbereitet.

Unter der Gesamtleitung der Nachwuchs-Nationaltrainer Bernhard Weißsteiner und Martin Grafl, beide übrigens bei Wiener Klubs (Samurai und WAT Stadlau) tätig, kamen österreichweit und sogar über die Grenzen hinaus Nachwuchs-Judoka im Pongau zusammen. Alle mussten schon vorher getestet sein und nach der Ankunft einen weiteren Test über sich ergehen lassen. Sie wurden auch noch vor der Abreise auf ihren Negativ-Status geprüft. Untergebracht waren die Judoka in der St. Johanner Jugendherberge, wo für die nicht nur kampfhungrigen Jugendlichen auch gekocht wurde. Beste Bedingungen also, die auch Geier begeisterten. „Wir werden deshalb in der ersten Sommerferien-Woche vom Landesverband ein Jugendtraining in St. Johann machen, Ausschreibung folgt“, verriet der der ehemalige Galaxy-Bundesliga-Judoka.

Bei der Unter 16 waren 26 Wiener in Salzburg. Bei ihnen wurde vor allem auf Techniktraining Wert gelegt. Der ehemalige deutsche Meister (bis 81 kg) und EM-Dritte 2014, Sven Maresch, zeigte Spezialtechniken, vor allem am Boden und seinen Seoi-Nage. Bei der U18 mit vier Wiener Judoka (siehe Foto unten) war das Trainingsziel in erster Linie Wettkampf-Simulation. „Es hat interne Vergleichskämpfe gegeben, um so die Judoka nach der langen Pause wieder aufs Kämpfen einstimmen zu können“, zeigte sich Geier durchaus zufrieden. Nicht zu unterschätzen ist freilich die soziale Komponente, die ein solches gemeinsames Trainingslager in Zeiten wie diesen mit sich bringt. „Alle hatten sich schon richtig auf dieses Trainingslager gefreut. Und es ist für unsere Wiener Teilnehmer auch verletzungsfrei abgelaufen“, freut sich der Wiener Schülerreferent.

Auf dem Foto unten sind (von links nach rechts) die Wiener U18-Teilnehmer in St. Johann zu sehen: Trainer Gabor GEIER, Fabian ZELLMANN, Amelie SEIZ, Sarah KRENN und Jakub ARBIJEW.

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