Während die Kadetten im fernen Ecuador um WM-Medaillen kämpften und Österreich über Silber für Bleona Rama (ASKÖ Reichraming / bis 63 Kilo) jubeln konnte, absolvierten die daheimgebliebenen Judoka von Donnerstag bis Sonntag ein ÖJV-Trainingscamp im steirischen Weiz. Das schon als Sichtung für das kommende Jahr gesehen werden konnte – denn viele Judoka fallen jetzt aus der Unter-18 heraus und kommen in die Unter-21-Altersklasse. Und neue Talente bieten sich an – als „New Generation“ …
Bei der Unter-18-WM in Guayaquil waren vier ÖJV-Judoka auf die Tatami gestiegen, mit dem Finaleinzug der 17-jährigen Rama wurde das erklärte Ziel „Medaille“ erreicht. Wiener waren in Südamerika keine dabei – und nur eines dieser Talente aus der Bundeshauptstadt kann es im nächsten Jahr noch einmal bei den Kadetten versuchen – Samad Murtazaliew (Vienna Samurai / bis 50 Kilo) ist erst 16 Jahre und damit 2027 noch startberechtigt. Dazu werden sich im kommenden Jahr andere Wiener Talente gesellen – wie etwa die Zwillingsschwestern Anna und Maria Samardzhidi (Ratiborets), oder Maksym Kogan (WAT Stadlau), Pavel Rastoka (NG Judo), Muhammad Elisbaev (Vienna Samurai) und Emma Wöll (SC Hakoah), die uns ab 2027 im Unter-18-Bereich Freude bereiten können.
„Es ist erfreulich, dass von mehreren Vereinen Talente nachkommen“, sagt Wiens Landestrainerin Lisa Aberger, die das ÖJV-Camp in Weiz, gemeinsam mit Norbert Stumpf, betreute. „Unser Angebot an Wiener Technik- und Kadertrainings richtet sich an alle Wiener Vereine. Wir freuen uns über alle, die diese Möglichkeit wahrnehmen und an diesen Trainings teilnehmen“, sagt Aberger.
Schon im September gibt es in Brünn ein großes, internationales Nachwuchsturnier (Unter 16 und Unter 18), bei dem sich die „New Generation“ beweisen kann. Auch dürfen (und werden) die besten Unter-18-Talente am 26. September an der Staatsmeisterschaft in Oberwart teilnehmen. Auf den (Wiener) Nachwuchs und ihre Trainer kommen also einige Herausforderungen zu …
Viermal WM-Gold für Russland
Bei der Kadetten-WM in Guayaquil (ECU) war Russland, das wieder unter eigener Flagge an IJF-Bewerben teilnehmen darf, mit vier Goldenen, einmal Silber und dreimal Bronze die erfolgreichste der 59 teilnehmenden Nationen (457 Judoka). Dahinter Kasachstan (3/3/4) und Usbekistan (1/1/4). Weitere acht Länder (AZE, BRA, CAN, GER, ISR, JPN, POL, USA) holten je einmal Gold. Österreich kam dank Silber für Bleona Rama (ASKÖ Reichraming / bis 63 Kilo) auf den 17. Platz. Beim abschließenden Mixed-Bewerb am Sonntag ist Österreich nicht am Start.
Foto: Nicht nur bei Judo-Angriffen braucht man gute Ideen, auch beim Fotomotiv! Die Wiener in Weiz – @JLVW / zVg
