Gastgeber Georgien dominierte die Judo-EM in Tiflis mit insgesamt vier Goldenen. Leider blieb Judo Austria auch im dritten Großevent in Serie, nach EM und WM 2025, ohne Medaille. Am Sonntag schied auch der Wiener Movli Borchashvilli (Galaxy Tigers) in der Klasse über 100 Kilo in der zweiten Runde aus. Damit blieb der fünfte Platz von Thomas Scharfetter (Sanjindo Bischofshofen) am Samstag in der Kategorie bis 90 Kilo das einzige zählbare Ergebnis für Rot-Weiß-Rot.
Borchasvilli gewann seinen ersten Kampf gegen Marek-Adrian Masak (ISR) praktisch mit der Schlusssirene mit dem zweiten Waza-ari für Osaekomi, mit zwei Halbpunkten musste sich der 24-Jährige dann dem Türken Ibrahim Tataroglu geschlagen geben, Der 20-Jährige hatte heuer mit dem Grand Prix-Sieg in Linz seinen ersten Erfolg auf der IJF World Tour gefeiert. Es wird wohl nicht sein letzter gewesen sein. „Der Erstrunden-Sieg war eindrucksvoll, aber gegen den Türken stand Movli auf verlorenem Posten. So ehrlich muss man sein. Movli hat das Soll erfüllt, die Überraschung ist leider ausgeblieben“, resümierte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser.
Europameister im Schwergewicht wurde ein alter Bekannter – Guram Tushishvili sorgte mit seinem dritten EM-Titel für die vierte Goldene Georgiens nach Eteri Liparteliani (bis 57 Kilo), Lasha Shavdatuashvili (bis 73 Kilo) und Luka Maisuradse (bis 90 Kilo). Damit gewann Georgien (4/2/1) die Medaillenwertung vor Frankreich (2/4/6) und Russland (2/1/4). Dahinter Italien (2/0/2), das am Schlusstag durch Alice Bellandi (bis 78 Kilo) und Gennaro Pirelli (bis 100 Kilo) noch zweimal Gold holte. Vier Nationen (HUN, ISR, KOS, NED) fahren mit je einer EM-Goldenen nach Hause. Und Österreich? Dank Scharfetters fünftem Platz landete man unter den 46 Nationen auf dem geteilten 25. Platz. Es war schon mal besser …
Alle Ergebnisse aus Tiflis findet ihr hier.
Foto: Auch für Movli BORCHASHVILLI war in Tiflis Endstation - @EJU / Emanuel Di Feliciantonio
