Sauna nicht nötig

Wir erleben derzeit die schon vierte Hitzewelle dieses Sommers – das tut aber den Ambitionen der Judoka keinen Abbruch. Denn auch bei 35 Grad tummelten sich am Mittwoch im BSFZ Südstadt 30 Judoka auf der Tatami. Betreut von ÖJV-Stützpunkttrainer Axel Eggenfellner und Wiens Landestrainer Norbert Stumpf ließen sich die zumeist jungen Kader-Athleten von den heißen Temperaturen nichts anmerken. Aber nach dem Training in die Sauna gehen, das war angesichts der Hitze nicht nötig …

Auch im heißen Sommer sorgen die Talente aus den Wiener und umliegenden Vereinen für heiße Randoris. Ohne Pardon der beiden Trainer, die aber den Einsatz der trainingswilligen Gruppe loben. Während Axel, der auch persönlicher Coach von Stephan Hegyi (SC Hakoah) ist, schon an die kommenden Aufgaben des Schwergewichtlers denkt, ist Norbert noch immer etwas enttäuscht darüber, dass bei der Kadetten-EM auf Gran Canaria keine(r) aus dem Wiener Quartett eine Platzierung geschafft hat. „So findet die WM im August in Ecuador leider ohne Wiener Beteiligung statt. Und nur einer hat nächstes Jahr noch eine weitere Chance.“ Während Samad Murtazaliew (Vienna Samurai) noch ein Jahr in der Unter-18 kämpfen darf, müssen seine Klubkolleginnen Laura-Sophie Kunyik und Helin Türk sowie Ratiborets-Judoka Sergios Samartzidis altersbedingt in die Unter 21. „Für die U18 ist heuer alles erledigt, jetzt haben wir nur noch Leonie in der U21“, sagt Stumpf. Leonie Bayr (Vienna Samurai / bis 70 Kilo) wird bei der Junioren-EM in Podgorica im September als einzige Wienerin auf die Tatami steigen.

Eggenfellner ist als ÖJV-Trainer in der Südstadt (er leitet den Stützpunkt gemeinsam mit Jozef Krnac) streng. Bei unserem Lokalaugenschein wurden die Jung-Judoka in etlichen Randoris auf Herz und Nieren geprüft und ihnen der Schweiß aus den Poren gezogen. „Sie machen aber trotz der Hitze brav mit“, ist Axel zufrieden. Im Sommer gibt es immer Montag und Mittwoch und zwischendurch noch einmal Trainingseinheiten. „Es sind bis zu sechs in der Woche“, sagt er.

Was man bei einem Besuch dieses Kadertrainings so alles erfährt – so wird Sergios, der übrigens ins Galaxy-Judozentrum nach Niederösterreich wechseln wird, mit seinen Zwillingsschwestern Anna und Maria Samarzhidi Ende August an der nezwaza-EM im lettischen Riga teilnehmen. Vielleicht holt er ja dort die Medaille, die er sich in Las Palmas sosehr ersehnt hatte …

Foto: 30 Judoka trotzten der Hitze und trainierten eifrig im BSFZ Südstadt - @joe

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