Mit zweimal Gold – für Luka Mkheidze (bis 60 Kilo) und Shirine Boukli (bis 48 Kilo) – sowie je einmal Silber und Bronze starteten Frankreichs Judoka erfolgreich in die EM in Tiflis (GEO), bei der am Freitag auch zwei der acht ÖJV-Athleten auf die Tatami steigen werden. Lubjana Piovesana (LZ Hohenems) ist bis 63 Kilo an Nummer 6 gesetzt, Samuel Gaßner (UJZ Mühlviertel) tritt bis 73 Kilo an.
Für den starken Franzosen-Tag in Georgiens Metropole sorgten die Leichtgewichtler. Mkheidze, der schon Silber und Bronze bei Olympia geholt hatte, feierte mit einem Ippon-Sieg über Georgiens Lokalmatador Giorgi Shardalashvili seinen schon zweiten EM-Titel nach Montpellier 2023, für Boukli war der Hansokumake-Sieg über Sabina Giliazova (RUS) schon die fünfte EM-Goldene. Eine Favoritin setzte sich auch bis 48 Kilo durch – Olympiasiegerin Distria Krasniqi (KOS) wurde zum vierten Mal Europameisterin. Der Russe Murad Chopanov gewann nach Silber 2025 durch einen knappen Yuko-Sieg über den überraschend starken Finnen Luukas Saha (2025 EM-Dritter) seine erste EM-Goldene.
Einer solchen läuft Österreich seit mittlerweile 15 Jahren nach – Sabrina Filzmoser hatte 2011 in Istanbul in der Klasse bis 57 Kilo ihre zweite EM gewonnen und ihre Goldmedaille der kurz davor verstorbenen Claudia Heill gewidmet. Seither gab es zwar immer wieder Medaillen für Rot-Weiß-Rot, aber keine im edelsten Edelmetall. Freitag will das „Lulu“ Piovesana ändern. Die Olympia-Fünfte von Paris 2024 hat bis 63 Kilo ein Erstrunden-Freilos. Gaßner muss bis 73 Kilo gegen 66-Kilo-Olympiasieger Fabio Basile (ITA) ran.
Foto: Shirine BOUKLI (weiß) holte ihr bereits fünftes EM-Gold – @EJU / Emanuele Di Feliciantonio
