„Lulu“, es geht ja!

Was ihr bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften bisher verwehrt blieb, hat sie eine Woche nach ihrem fünften EM-Platz in Podgorica geschafft – den Sprung aufs Podest! Lubjana Piovesana, Österreichs einzige Judoka und Titelverteidigerin beim Grand Slam in Duschanbe, holte am Samstag Bronze in der Klasse bis 63 Kilo. „Lulu“, es geht ja! Im „kleinen Finale“ bezwang die 28-Jährige vom LZ Hohenems die Kroatin Iva Oberan mit Ippon. Es ist die zehnte Medaille Piovesanas auf der IJF-World Tour.

Die einzige Niederlage des Tages kassierte die topgesetzte Wahlvorarlbergerin im Semifinale gegen die spätere Siegerin Gankhaich Bold (MGL / Nummer 4) – nach drei Shidos. ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch dazu: „Da hat Lulu kurzzeitig den Faden verloren.“ Die erwarteten Vorrundensiege gab’s gegen Han Liu (CHN / Waza-ari) und Sevinch Isokova (UZB / Ippon). Mitte Mai bestreitet die Olympia-Fünfte in Benidorm (ESP) mit dem European Open noch ein weiteres Vorbereitungsturnier, ehe es von 13. bis 20. Juni in Budapest bei der WM darum geht, was sich „Lulu“ sosehr erhofft: um ihre erste Medaille bei einem Großevent. „Speziell im Finalblock war Lulu sehr stark. Der Aufbau für die WM stimmt, ihre Formkurve zeigt nach oben“, gab es nachher Lob von der Cheftrainerin.

Gastgeber Tadschikistan (3/2/3) führt nach dem ersten Grand Slam-Tag die Medaillenwertung an, gefolgt von Frankreich (2/1/2) und der Mongolei (2/1/1). Je eine Goldene holten Kroatien und Aserbaidschan. Österreich ist dank Piovesana, die im Vorjahr in Duschanbe einen ihrer bisherigen zwei Siege auf der Tour gefeiert hatte, unter den 27 Nationen (226 Judoka) an 12. Stelle.

Alle Ergebnisse aus Dushanbe findet ihr hier.

Foto: Na, wohin denn? Lubjana PIOVESANA (blau) in ihrem Bronze-Kampf in Duschanbe - @IJF / Tamara Kulumbegashvili

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