Wiener im Finale!

Eine Medaille war das erklärte Ziel, und die ist schon vor dem Finale fix – der Judo-Bundesliga-Verein (JBLV) Samurai / Stadlau steht im Goldkampf um den Mixed-Staatsmeistertitel gegen UJZ Mühlviertel. Die Wiener Kampfgemeinschaft fegte im Semifinale JC Wimpassing mit der zweifachen Olympia-Medaillengewinnerin Michaela Polleres mit 5:1 von der Matte. Die Finalveranstaltung im Rahmen der „Sport Austria Finals“ auf dem Wiener Rathausplatz wird ab 13.30 Uhr (Kampf um Platz 3 und Finale) live in ORF Sport+ übertragen.

Das Ambiente auf dem Areal zwischen dem Rathaus und dem Burgtheater ist ein ansteckendes. Viele Zuschauer, einige bleiben neugierig an der Bande stehen, die die Wettkampffläche umrandet. Die ÖJV-Spitze mit Präsident Martin Poiger und Generalsekretärin Corina Korner ist da, auch vom Wiener Verband schauen Präsident Erwin Schön und Sportdirektor Ali Reismann interessiert zu. Sechs „Fraumann-schaften“ kämpfen um den Titel, den Vienna Samurai aus dem Jahr 2024 verteidigt (2025 gab´s keine Mixed-Meisterschaft). Favorit ist aber der dreifache Mixed-Meister Sanjindo Bischofshofen, der mit Nationalteamkämpfer Thomas Scharfetter nach Wien gekommen war. Die große Unbekannte: JC Wimpassing – mit „Michi“, der Olympia-Silbernen von Tokio und -Bronzenen von Paris. Die ihre Kämpfe (natürlich) gewinnt …

Die erste Überraschung: Das Galaxy Judozentrum, neu im niederösterreichischen Verband, verliert das Duell mit Sanjindo 2:4 – auch, weil Movli Borchashvilli gegen Scharfetter den Kürzeren zog. Kein Finale für die erfolgsverwöhnten, aus Wien „geflüchteten“ Judotiger bei ihrem Debüt unter blau-gelber Flagge. Ein verpatzter Einstand gewissermaßen …

Dafür aber eine starke Wiener Truppe, die gegen Wimpassing 5:1 gewann. Durch die Herren Ivan Koshliak (bis 73 Kilo), Hermann Tschilikin (bis 90) und Niko Herzog (über 90 kg) sowie durch die Damen Fanny Amann (bis 48 kg) und Jael Wernert (über 70 Kilo). Nur Helena Anetshofer musste sich (bis 70 kg) erwartungsgemäß Polleres mit Ippon geschlagen geben, kämpfte aber gegen den Weltstar beherzt. Der Finaleinzug stand jedoch nie in Gefahr …

Kallinger leider out

Kein Erfolgserlebnis für Laura Kallinger (Judoring Wien) beim European Open in Tallinn (EST). Die als Nummer 3 gesetzte Wienerin unterlag am Sonntag nach einem Freilos in der Klasse bis 57 Kilo der Polin Julia Bulanda nach zwei Minuten mit Ippon für einen Armhebel. Dabei hatte die Europacup-Siegerin von Dubrovnik, die von Mama Sandra betreut wurde, mit Yuko geführt, Bulanda glich aus, und dann nützte die Polin ihre Chance am Boden. „Schade! Vielleicht wollte ich es besonders gut machen, weil meine Mama mich gecoacht hat und auch der Papa da ist“, meinte Laura nachher doch enttäuscht.

Foto oben: Helena ANETSHOFER (weiß) traute sich gegen Superstar Michaela POLLERES sogar einen Angriff zu … – Foto unten: Das Wiener Team Samurai/Stadlau wurde von Narges MOHSENI und Benedikt SAFER (hockend) betreut – @joe (2)

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