Platz 5 für Samad

Beim ersten Kadetten-Europacup in Samorin (SVK) vor zwei Wochen hatte die Wienerin Helin Türk von Vienna Samurai Bronze geholt, am Samstag in Porec (CRO) beim zweiten Turnier dieser Art hätte es ihr ein Klubkollege fast nachgemacht – aber Samad Murtazaliew verlor in der Klasse bis 50 Kilo leider den Kampf um Bronze gegen Klaas Heimans (NED) mit Ippon und wurde Fünfter. Dennoch ein Supererfolg für Samad! Isabella Stögmann (ASKÖ Reichraming / bis 52 Kilo) wurde Siebente, alle anderen ÖJV-Judoka schieden aus.

Auf dem Weg zu seinem Bronze-Kampf musste Murtazaliew fünfmal auf die Tatami, viermal davon ging er als Sieger hervor. Nach einem Ippon-Sieg über Alex Kosir (SLO) musste sich der junge Wiener im Achtelfinale Ismael Mehabra (ITA) mit zwei Waza-ari geschlagen geben. Da es aber bei den Unter-18-Europacups eine doppelte Trostrunde gibt, rutschte er in diese und arbeitete sich, sehr zur Freude seines Klubtrainers Norbert Stumpf, mit drei Siegen nach vorn. Ippon gegen Diego Rokov (CRO), Ippon gegen Mattea Lattanzi (ITA) und noch einmal Ippon gegen Sebastiano Gabriele Antonacci (ITA) – damit war der Bronze-Kampf gegen Heimans fix. Diesen verlor Samad allerdings mit Ippon, nachdem der Holländer schon mit Waza-ari geführt hatte.

Die anderen ÖJV-Judoka kamen nicht in Podestnähe. Samads Klubkollegin Türk, die beim ersten Turnier in der Slowakei Bronze bis 52 Kilo geholt hatte, musste sich nach 2:1 Siegen in der Hoffnungsrunde ihrer Landsfrau Stögmann geschlagen geben und hatte somit keine Chance zur Wiederholung ihres Erfolges von Samorin. Ausgeschieden sind unter anderen auch die Zwillingsschwestern Anna und Maria Samardzhidi sowie deren Bruder Sergios Samartzidis (alle Ratiborets), die kürzlich vom Turnier in der Slowakei wegen einer fehlenden IJF-Freigabe verbannt gewesen waren.

Die Ukraine (3/2/3) führt nach dem ersten Tag dieses Monsterturniers (720 Judoka aus 29 Ländern) in der Medaillenwertung vor Israel (2/2/3) und Italien (1/2/4). Auch die Niederlande und die Schweiz holten Goldene. In der Nationenwertung, in der auch die fünften und siebenten Plätze zählen, liegt Österreich auf Rang 10.

Alle Ergebnisse aus Porec findet ihr hier.

Butkereit siegt in Taschkent

Nur einen von vier möglichen Klassensiegen für Japan gab es am zweiten Tag des Grand Slam-Turniers in Taschkent. Narumi Tanioka gewann die Klasse bis 63 Kilo. Eine Kategorie höher (bis 70 Kilo) setzte sich die deutsche Olympia-Zweite von 2024, Mirijam Butkereit, im Olympia-Semifinale von Paris Siegerin über Österreichs Michaela Polleres, durch. Vor dem letzten Tag führt in der Medaillenwertung Japan (3/3/4) vor Aserbaidschan (2/1/0) und Gastgeber Usbekistan (1/1/3). Tadschikistan, China und Deutschland haben die weiteren bisherigen Goldenen geholt, Österreichs Team ist in Taschkent nicht dabei.

Alle Ergebnisse aus Taschkent findet ihr hier.

Foto: In Porec knapp an Bronze vorbei: Samad MURTAZALIEW (weißer Judogi) - @Judo Austria / Oliver Sellner

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