Zwar platziert, aber ohne die erhoffte Medaille – Lubjana Piovesana (LZ Hohenems) wurde beim Grand Slam in Abu Dhabi, dem ersten Turnier nach der WM in Baku, mit einem Auftaktsieg und zwei Niederlagen Siebente bis 63 Kilo. Ausgeschieden hingegen ist Vize-Weltmeister und Lokalmatador Makhmadbek Makhmadbekov (UAE) bis 73 Kilo. Am Sonntag haben die Gastgeber noch ein heißes Eisen im Feuer – Yelyzaveweta Lytvynenko (bis 78 Kilo), die erste Judo-Weltmeisterin aus den Vereinigten Arabischen Emiraten …
Die beiden „Golf-Judoka“ holten in Baku für ihr neues Land sozusagen „Beute-Medaillen“. Er, Makhmadbekov, stürmte bis ins Finale bis 73 Kilo, erst dort wurde er von Ryuka Tanaka (JPN) gestoppt. Früher trat der nun 27-Jährige für Russland an. In Abu Dhabi verlor er im Achtelfinale gegen Akil Gjakova (KOS) und schied aus. Sie, die frühere Ukrainerin, die 2022 in Taschkent noch WM-Bronze für ihr Geburtsland sorgte, war die große Sensation in Baku. Lytvynenko, erst 22 Jahre alt, fegte in der Klasse bis 78 Kilo alle ihre Gegnerinnen von der Matte und wurde die erste arabische Judo-Weltmeisterin. Sie ist beim Grand Slam am Sonntag dran.
Während also die erfolgreichen Emirate-Judoka beim Heimturnier dabei sind (oder waren), fehlt in Österreichs Team die Vize-Weltmeisterin Michaela Polleres (JC Wimpassing / bis 70 Kilo). Sie steigt erst wieder beim Masters auf die Matte. Und Elena Dengg (Sanjindo Bischofshofen / bis 78 Kilo) musste wegen Verletzung absagen. So waren es nur noch drei ÖJV-Judoka in Abu Dhabi – die erste, „Lulu“, gewann am Freitag zunächst gegen Kseniia Galitskaia (RUS) mit Yuko, ehe sie der Slowenin Kaja Kajzer-Zabkar im Viertelfinale (Ippon im Golden Score) unterlag und in die Trostrunde bis 63 Kilo musste. Dort war sie gegen die Kroatin Iva Oberan eigentlich ohne Chance – Yuko, Waza-ari und Oasekomi für ihre Gegnerin. „Lulu“ war damit als „Trost“ Siebente.
Der Finalblock ist heute, Freitag, ab 15 Uhr live auf ORF Sport+ zu sehen. Am Sonntag sind aus rot-weiß-roter Sicht noch Thomas Scharfetter (Sanjindo / bis 90 Kilo) und Movli Borchashvilli (Galaxy Judozentrum NÖ / über 100 Kilo) an der Reihe.
Abenteuer für Selina
Am Freitag begann für das ÖJV-Talent Selina Wögerer ein besonderes Abenteuer. Die 17-Jährige von ASKÖ Fairdrive Leonding flog via Brüssel nach Dakar, wo am Samstag die „Youth Olympic Games“ mit 2655 Sportler:innen aus 204 Ländern in 153 Bewerben um die Jugend-Olympiamedaillen rittern werden. Für die Oberösterreicherin, die heuer wegen einer Ellbogenverletzung auf die Kadetten-WM in Guayaquil (ECU) verzichten musste, ist es der erste Trip nach Afrika. Wögerer ist als Nummer 2 in der Klasse bis 78 gesetzt.
Foto: Yelyzaveta LYTVYNENKO (wei0er Judogi) im WM-Finale 2026 – jetzt kämpft sie auf heimischen Matten beim Grand Slam – @IJF / Tamara Kulumbegashvili
