Riner-Triumph bei Comeback

Kurz nach 1 Uhr Montag früh MESZ war es gewiss: Das Comeback von Judo-Weltstar Teddy Riner ist geglückt! Der Franzose triumphierte beim Grand Prix in Montreal in der Klasse über 100 Kilo im Finale gegen den Japaner Hisayoshi HARASAWA mit Waza-ari im Golden Score. In der Neuauflage des olympischen Endkampfs von Rio de Janeiro 2016 hatte es nach Ablauf der regulären Kampfzeit keine Wertung gegeben, beide Judoka hatten je zwei Shido-Strafen. Nach 1:08 Minuten in der Verlängerung aber warf Riner seinen Gegner mit Waza-ari für O-soto-gari. Es war der 14. Turniersieg des 2,05 Meter großen Franzosen, der 10-facher Weltmeister ist, beim 14. Antreten auf der World Tour. Der zweimalige Olympiasieger hatte seit 11. November 2017 nicht mehr gekämpft.

Zuvor hatte Riner in dem Feld von nur 14 (allerdings starken) Schwergewichtlern zunächst den US-Amerikaner Ajax TADEHARA und dann den Rumänen Vladut SIMIONESCU jeweils mit Ippon geschlagen. Im Semifinale gegen den Olympiasieger und Weltmeister bis 100 Kilo, den Tschechen Lukas KRPALEK, ging es ins Golden Score. Dort schaffte Riner nach exakt zwei Minuten ein Waza-ari gegen den Galaxy-Legionär und erreichte damit das Finale. Österreicher waren in Kanada, mit Ausnahme unseres Top-Kampfrichters Roland Poiger, nicht auf der Matte.

Japan (7/1/1) holte sich die Hälfte aller möglichen Klassensiege und gewann die Medaillen-Wertung klar vor Kanada (1/4/4) und Israel (1/1/2). Weiters je einmal Gold holten Südkorea, Deutschland, Ägypten, Frankreich und die Mongolei. 249 Judoka aus 50 Ländern waren auf die Matten der Olympia-Judohalle von 1976 gestiegen.

Alle Ergebnisse aus Montreal findet ihr hier.

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