Auch am zweiten Tag der Unter-21-EM in Podgorica (MNE) gab es für Judo Austria leider keine Platzierung. Leonie Bayr (Vienna Samurai), die einzige Wienerin im fünfköpfigen ÖJV-Aufgebot, erreichte zwar in der Klasse bis 70 Kilo mit zwei Siegen das Viertelfinale, in dem sie sich erst nach einem Marathon und 3.53 Minuten im Golden Score Luna De Kock (NED) mit Waza-ari geschlagen geben musste. Und nach einem Krimi folgte in der Trostrunde die nächste Niederlage – kein Happy End für unsere Leonie …
Bayr, Ende Mai Siegerin beim Heim-Europacup der Junioren in Graz, bezwang zunächst Hannah Müller (GER) nach 3:10 Minuten mit Ippon für Seoi Nage (Schulterwurf) und danach Nera Hladnik (SLO) mit Waza-ri für einen Konter nach Uchi Mata-Ansatz. Der Kampf um den Semifinal-Einzug gegen De Kock war heiß umkämpft. In der regulären Kampfzeit wurde ein Yuko für die Holländerin nach Videobeweis zurück genommen; im Golden Score, der fast eine weitere ganze Kampfzeit dauerte, hatten beide alles versucht – doch ein Waza-ari für Uchi Mata entschied das Duell nach insgesamt 7:53 Minuten Kampfzeit.
Über die (doppelte) Trostrunde hätte Bayr mit drei Siegen noch Bronze holen können, doch sie verlore gleich ihren ersten Kampf gegen Barbora Nemcova (CZE) und schied damit unplatziert aus. Als der Tschechin zehn Sekunden vor dem Ende ein Yuko gelang, schien alles vorbei zu sein. Doch Leonie erkämpfte sich mit einem Yuko zwei Sekunden vor der Sirene den Golden Score, in dem Nemcova nach 1:20 Minuten den Traum Bayrs von einer Medaille abrupt beendete. Schade, Leonie – es hat nicht viel gefehlt.
Helena Rottenhofer (JU Flachgau / bis 63 Kilo) schied mit einer Erstrunden-Niederlage aus. Am Samstag ist noch Lorenz Horngacher (WSG Swarovski Wattens / bis 90 Kilo) im Einsatz. Er soll jetzt die Kastanien aus dem Feuer holen …
Foto: Leonie BAYR (weiß) blieb bei der U21-EM leider unplatziert – @Judo Austria / Oliver Sellner
