Alle Neune – sogar im „zweiten Anzug“

Alle Neune! Aber nicht beim Kegeln, sondern beim Judo Grand Slam in Taschkent. Japan beherrschte das Turnier in der usbekischen Hauptstadt sogar mit seinem „zweiten Anzug“ – neun von 14 Klassen gewonnen, damit die Dominanz im Welt-Judo einmal mehr bestätigt. Österreich war bei diesem viertletzten World Tour-Treffen der Elite vor den Olympischen Spielen nicht vertreten.

Freitag drei, Samstag zwei und am Sonntag sogar noch vier der fünf Gewichtsklassen gewonnen! Vier Monate vor dem Olympischen Spielen auf eigenen Matten im Budokan zu Tokio untermauerten die Töchter und Sohne Nippons ihre Vormachtstellung in dieser Sportart. Dabei war man mit der zweiten Garnitur nach Taschkent gereist. Denn selbst jener Mann, der vor etwa einem Jahr den großen (und in Taschkent fehlenden) Teddy Riner von den Beinen holte, ist im japanischen Judo-Team nicht erste Wahl. Kokoro Kageura gewann aber am Sonntag die Klasse über 100 Kilo und hörte die japanische Hymne ebenso wie acht seiner Landsleute. Daher gewann Japan die Medaillenwertung (9/1/1) vor der Mongolei (2/2/1) und Südkorea (1/1/4). Auch Belgien und Italien gewannen je einmal Gold. Insgesamt waren in Taschkent 479 Judoka aus 71 Ländern, aber nicht Österreich, auf der Matte.

Alle Ergebnisse aus Taschkent findet ihr hier.

Foto oben: Japans Schwergewichtler Kokoro KAGEURA (in Blau) im Finale der Klasse über 100 Kilo gegen den Südkoreaner Sungmin KIM - @IJF Media/Gabriela Sabau

Ähnliche Beiträge

  • Aus nach Premierensieg

    Am ersten Tag der Judo-EM in Zagreb schieden alle sechs angetretenen ÖJV-Judoka aus. Auch Laura Kallinger (Judoring Wien), die bei ihrem ersten EM-Antreten in der Allgemeinen Klasse (bis 57 Kilo) zumindest einen Premierensieg feiern durfte, allerdings ihren zweiten Kampf verlor. Am Freitag steigt mit Magdalena Krssakova (JC Sirvan / bis 63 Kilo) die Vize-Europameisterin von…

  • Bella Isabella!

    Mit je einem 1:4 gegen Georgien und in der Trostrunde gegen Litauen beendete Österreichs Team am Sonntag den abschließenden Mixed-Bewerb der Unter-18-EM der Kadetten in Skopje – eine junge Dame, die schon im Einzelbewerb angeschrieben hat, sorgte auch im Team für einen Punkt: Isabella Stögmann (ASKÖ Reichraming / bis 48 Kilo), die ebenso wie ihr…

  • Trainer-Rochaden

    Einige verdienstvolle Trainer – wie Klaus-Peter Stollberg und Bela Riesz – gehen in den wohlverdienten Ruhestand, andere – wie den Polen Robert Krawczyk – zieht es zurück in ihre Heimat, dafür gibt es im rot-weiß-roten Judo einige Neue. Nach Jozef Krnac, dem slowakischen Olympia-Zweiten von Athen 2004 (bis 66 Kilo) folgt nun mit dem Portugiesen…

  • Weltmeisterin war für Graf leider zu stark

    Nach zwei Medaillentagen ging Österreich am sechsten Tag der olympischen Judobewerbe in Tokio leer aus. Bernadette Graf (weißer Judogi) musste sich in der Klasse bis 78 Kilo nach einem Ippon-Sieg über die Chinesin Zhenzhao Ma der Französin Madeleine Malonga mit Ippon geschlagen geben und schied aus. Nach dem klaren Sieg im ersten Kampf war die…

  • | |

    Erfolgsgaranten

    Eine gute Ausbildung des Nachwuchses ist die Garantie für spätere Erfolge. Nicht nur im Judo, sondern in allen Sportarten. Im Wiener Verband sind zwei Judoka dafür verantwortlich – Lisa Aberger und (seit kurzem) Norbert Stumpf. Die in ihren Vereinen WAT Stadlau (Aberger) und Vienna Samurai (Stumpf) die Talente sichten und als Landestrainer fortbilden. Eine Erfolgsgarantie,…